"Der Personaler als Gutmensch"
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Die Beraterfirma Psychonomics hat im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums einen "Human-Potential-Index (HPI)" entwickelt, den das Institut an diesem Freitag der Öffentlichkeit vorstellt. 40 Einzelfaktoren aus 13 Themenbereichen, darunter zum Beispiel Innovationen und Mitarbeiterzufriedenheit, Personalstrategie, Personalauswahl, Personalentwicklung, Unternehmenswerte, Führung, Kommunikation bis hin zu Boni und Gesundheitsförderung sollen Aufschluss über die sogenannte Humanvermögensorientierung von Unternehmen geben. Immerhin meinen die Psychonomics-Forscher schon herausgefunden zu haben, dass "41 Prozent des wirtschaftlichen Erfolgs eines Unternehmens durch die Indikatoren des HPI prognostizierbar sind".
Doch schon vorab erhebt sich scharfer Protest gegen den Human-Potential-Index. Der frühere Lufthansa- und heutige Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger sowie der Saarbrücker Professor für Personalmanagement Christian Scholz halten gar nichts von diesem "Trojanischen Pferd". Die unterstellte Kausalität zwischen den eingesetzten Instrumenten des Personalmanagements und Unternehmenserfolg sei schlichtweg falsch, schreiben die beiden in einer am Donnerstag veröffentlichten, harschen Stellungnahme. "Statt intelligente, passgenaue Humankapital-Strategie wertzuschätzen, wird auf die gleichmacherische und breitflächige Anwendung eines instrumentellen Bauchladens gesetzt", so das Autorenduo. Die Gleichung: Je mehr Aufwand in der "Human Resources"-Abteilung getrieben werde, desto besser für den Unternehmenserfolg, sei absurd. Und ganz nach der Einheitsideologie gestrickt: "Der Personaler als Gutmensch, der Wohltaten verteilt und niemandem wehtut."
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(SZ vom 26.6.2009/bön)
Moderne Verwaltung
Besonders stark sind die unter 35-jährigen von prekärer Arbeit, befristet, entliehen und mies bezahlt betroffen.
Bei den unter 30-jährigen noch schlimmer, bei den unter 25-jährigen, die zu jung für Hartz IV sind noch extrem schlechter...
Wo ist hier die Generationengerechtigkeit?
Danke, Herr Oberlehrer.
Die Termina der Produktionsfaktoren sind mir bekannt.
unbarmherziger, menschenunwürdiger und schlechtbezahlter Arbeitsverhältnisse darf doch ein klein wenig Wunschdenken erlaubt sein.
Auch wenn es nur von dem fantasievollen Oskar kommt ;-)))
@nicknoris:
"Wenn aber Lafontaine von der Notwendigkeit eines Generalstreiks spricht, dann versammeln sich die Deutschen doch lieber hinter Gestalten wie Olaf Henkel, Hundt und Kannegießer."
vllt. haben die menschen gemerkt, dass die (leeren) versprechen alle einen haken haben: sie sind wunschdenken, phantasie.
@phazzer:
"Wenn sogar die Volkswirtschaftslehre nur die Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Kapital kennt, spielt auch in der wissenschaftlichen Beschreibung der Mensch nur eine untergeordnete Rolle. Das ist Wirtschaft. Das war schon immer so. "
man versucht in modellen die welt zu operationalisieren. deshalb benutzt man den begriff humankapital. der gemeine ökonom hat jedoch eine völlig wertfreie beziehung zu diesem begriff.
ursprung dieses ganzen war, dass friedman erkannte, dass das einkommen mit dem akademischen grad korreliert und wollte diesen gedanken in eine formel bringen - daraus entstand der faktor "humankapital".
im übrigen benutzen die sozialwissenschaftler den begriff "humanvermögen".
j.
Wir brauchen nur die politische Hektik zu verfolgen und die Aktionen, die mit der wohl gebotenen Hektik jetzt so schnell wie möglich abgewickelt werden. Schnell und gut haben sich selten vertragen. So wie diese Spekulationsblase geplatzt ist, kann jetzt auch ein Erdrutsch mit unvorhersehbarem Ausmass bevorstehen. Ob da die gut gerüsteten Rettungsburgen ausreichen, bleibt fraglich.
Paging