Die Hochschulrektoren sind bereit, Nachbesserungen bei den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen vorzunehmen - wollen dafür aber auch finanzielle Unterstützung.
Die Hochschulrektoren haben auf die Kritik der Kultusminister an der Gestaltung der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge mit Gegenforderungen reagiert. Die neuen Studiengänge in Deutschland sollen verbessert, dafür aber auch genügend finanzielle Mittel bereit gestellt werden. So müssten die Länder den mit der Einführung der gestuften Studienabschlüsse verbundenen finanziellen Mehrbedarf für die Lehre anerkennen und die Grundfinanzierung sicherstellen, heißt es in einem Beschluss des Präsidiums der Hochschulrektorenkonferenz (HRK).
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Viele Studenten sind mit den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen unzufrieden. Zur Verbesserung fordern die Hochschulrektoren mehr Geld von den Ländern. (© Foto: dpa)
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Auch sollten die Länder von der Vorstellung Abschied nehmen, dass für die Studierenden das kürzere Bachelor-Studium künftig die Regel, der weiterführende Master hingegen die Ausnahme sei. Für beide Studienabschlüsse müssten ausreichend Studienplatzkapazitäten geschaffen werden.
Die Kultusminister hatten in der vergangenen Woche von den Hochschulen deutliche Korrekturen an den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen verlangt. So könne das Bachelor-Studium bis zum ersten berufsqualifizierenden Abschluss statt sechs Semester auch sieben oder acht Semester dauern. Zugleich müsse einer zu großen Stofffülle und Prüfungsdichte im Studium entschieden entgegengewirkt werden. Bei den studentischen Protestaktionen im Sommer hatte sich ein Teil der Kritik an den als verschult geltenden kürzeren Bachelor- Studiengängen entzündet, die von vielen Hochschulen ohne Reform der Lehrinhalte eingeführt worden seien, wie die Studenten bemängelten.
Im Gegenzug zu den Forderungen der Kultusminister verlangen die Hochschulrektoren jetzt von den Ländern mehr Flexibilität. So sollten sie darauf verzichten, "auf Einzelaspekte der Studiengangsgestaltung Einfluss zu nehmen, insbesondere auf den Umfang der Abschlussarbeiten, auf die besonderen Zugangskriterien zum Master und auf die Option einer Zwischenprüfung".
In der 1999 verabschiedeten sogenannten Bologna-Erklärung haben sich inzwischen mehr als 40 Staaten verpflichtet, bis 2010 ihre Studienstruktur auf international vergleichbare Bachelor- und Masterabschlüsse umzustellen.
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(suddeutsche.de/dpa/holz/joku)
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