Nicht nur die Studenten protestieren gegen die Bachelor- und Masterstudiengänge. Ein Würzburger Professor hat jetzt gegen das neue Studiensystem geklagt.
Gegen das neue Studiensystem mit seinen Hochschul-Abschlüssen Bachelor und Master protestieren nicht nur Studenten. Jetzt hat der Würzburger Philosophieprofessor Johannes Königshausen dagegen Klage beim Münchner Verwaltungsgericht eingereicht.
Bild vergrößern
Studenten protestieren schon seit Wochen gegen die neuen Bachelor- und Masterabschlüsse. Jetzt hat auch ein Professor geklagt. (© Foto: dpa)
Anzeige
Aus seiner Sicht verstößt das Studiensystem gegen die im Grundgesetz verankerte Freiheit des Studiums. Studenten seien in den Bachelor- und Masterstudiengängen nicht mehr in der Lage, eigene Schwerpunkte nach ihren Begabungen und Neigungen zu wählen.
"Die Bologna-Reform widerspricht sowohl dem Buchstaben wie dem Geist des Bayerischen Hochschulgesetzes und - infolge - auch dem Grundgesetz." Königshausen pocht auf die Wiedereinführung des Magister-Studiums alternativ zu Bachelor und Master, weil nur dieses die "Freiheit des Studiums" garantiere.
- Akkreditierungsrat Bürokratische Blähungen 08.12.2009
- Studentenproteste So viel Lärm - und noch immer nicht müde 07.12.2009
- Ingenieure mit Bachelor "Wir sind halt die Versuchskaninchen" 07.12.2009
- Laptops in der Vorlesung Klappe zu, Student allein 20.05.2010
- Bologna-Konferenz Randale während der "Schavan-Show" 17.05.2010
- Schulmanagement Ein Assessment-Center für Schulleiter 17.05.2010
- Teures Studium Es gibt nichts geschenkt 13.05.2010
(SZ vom 8. 12.2009/holz)
- Sozialpädagogin (Diplom/Bachelor)– IMMA e. V., München
- Diplom-Ingenieur / Master / Bachelor (m/w) - Physikalische Technik/Umwelttechnik– Regierung von Oberbayern, München
- Praktikum im Applications Engineering mit/ohne Bachelor- oder Masterarbeit ab 01.08./01.09.2012– National Instruments Germany GmbH, 80339 München
@johnsonville - ich HABE in England (zeitweise) studiert - dort IST Uni unfrei und verschult, jedenfalls auf undergrad level. Außerdem gewährleisten angelsächsische Universitäten im Gegensatz zu überfüllten deutschen Unis als Ausgleich zu dieser Verschulung eine wesentlich dichtere Betreuung der STudenten, personal tutor für jeden inbegriffen.
Ausnahmsweise stimme ich mal mit IHnen überein, Python.
Der Mann hat recht. Und es ist gut, dass er es wenigstens versucht.
Es scheint dass der Philosophieprofessor nicht genug zu tun hat und daher Gerichte mit laecherlichen Klagen ueberzieht. Die "Freiheit des Studiums" ist in diesem Sinne genausowenig "im Grundgesetz verankert" wie nur der Magister diese "Freiheit des Studiums" garantieren kann. Nachdem der Professor ja Zeit zu haben scheint kann er sich ja mal im Ausland umsehen, vor allem in den USA, im UK, Kanada oder auch von mir aus in Frankreich, und er kann dabei gleich den dortigen Studenten erzaehlen wie unfrei sie doch sind. Bin gespannt was die ihm antworten.
Ansonsten kann man ihm nur raten: Weniger jammern und mehr lehren - und forschen, soweit das in der Philosophie zutrifft.
...ein guter Vorschlag, den ich nur unterstützen kann. Leider ist dies (hochschul)politisch wenig bis gar nicht sinnvoll umsetzbar. Das dürfte auch Herrn Königshausen klar sein, es geht wohl mehr um einen symbolische Akt zumal das Gericht der Argumentation des Klägers - meiner Einschätzung nach - nicht folgen dürfte.