Sprachentwicklung von Babys Die Fähigkeit, mehrere Sprachen zu verarbeiten, verliert sich schnell
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Die Bedeutung von Sätzen ergibt sich aber erst aus der Reihenfolge der Wörter. Die beiden Psychologinnen Gervain und Werker hatten gezeigt, dass Kinder den Sprachteppich seltener und häufiger Silben in der Kunstsprache so ordnen, wie es den Gepflogenheiten ihrer Muttersprache entspricht; sie gaben das mit Blicken nach links oder rechts zu blinkenden Lichtern zu erkennen, die sie vorher mit den beiden Möglichkeiten des Satzbaus assoziiert hatten.
Babys hören sehr genau hin, wenn ihre Eltern mit ihnen sprechen - und nehmen kleine Unterschiede im Satzbau wahr.
"Aber was passiert, wenn beide Elternteile Sprachen sprechen, bei denen die Satzstellung unterschiedlich ist?", fragte Werker in Boston. "Die Kinder brauchen andere Hinweise." In ihrer aktuellen Studie hat sie sie gefunden (Nature Communications, online).
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Es stellt sich nämlich heraus, dass Japaner oder Inder die seltenen Bedeutungswörter mit einer höheren Stimmlage versehen als die häufigeren Funktionswörter. Engländer oder Kanadier hingegen sprechen die Substantive gedehnter aus als die Präpositionen; Prosodie werden solche Elemente der Satzmelodie zusammenfassend genannt.
So konnten auch die 24 zweisprachig aufwachsenden Kinder im Alter von sieben Monaten die entsprechend veränderte Silbenfolge der Kunstsprache auf beide Weisen in sinnvolle Einheiten aufspalten. Einsprachig aufgewachsene Babys haben diese Fähigkeit mit sieben Monaten dagegen schon weitgehend verloren, sie können mit der "falschen Prosodie" nichts mehr anfangen.
Leben mit dem Baby