Seltsame Schlafstörungen Bewegungslosigkeit beim Aufwachen - Schlaflähmung

Dies ist eine der beängstigendsten Begebenheiten, die einem im Bett widerfahren können. Beim Aufwachen fühlen sich die Betroffenen komplett paralysiert. Mitunter haben sie das Gefühl, sie könnten nicht atmen. Panik steigt auf. Auch bei dieser Störung läuft mit der nächtlichen Muskelerschlaffung nicht alles nach Plan: Sie bleibt noch bestehen, wenn der Mensch schon halb wach ist. Für einige Sekunden, seltener Minuten sind dann keine Bewegungen möglich. Manchmal treten gleichzeitig Fehlwarnehmungen auf: Optische Halluzinationen oder das Gefühl zu schweben, können vorkommen. In vielen Kulturen glauben Betroffene, dass sich Geister auf ihrer Brust niederlassen. Hierzulande interpretieren Betroffene das Phänomen gelegentlich als Zeichen, dass eine Geisteskrankheit beginne. Nichts davon ist wahr. Das Symptom ist harmlos.

Betroffene: Gelegentliche Schlaflähmungen sind weit verbreitet. Etwa 40 bis 50 Prozent erleben dies ein- oder zweimal. Bei Angststörungen scheint es häufiger vorzukommen.

Ursachen und Auslöser: Ein gestörter Schlafrhythmus durch Schichtdienst oder Jetlag kann zum Auftreten der Störung führen. Auch akuter Stress scheint sie auszulösen. Möglicherweise tritt sie häufiger auf, wenn Betroffene auf dem Rücken schlafen.

Behandlung: In der Regel ist keine Behandlung nötig. Einige Betroffene berichten, dass der konzentrierte Versuch, sich zu bewegen den Zustand unterbrechen kann.

Quellen: "The International Classification of Sleep Disorders, Diagnsotic an Coding Manual", Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin, David Randall: "Dreamland: Adventures in the Strange Science of Sleep", New York 2012.