Seltsame Schlafstörungen Befremdliche Begebenheiten im Bett

Schon mal vom Syndrom des explodierenden Kopfes gehört? Es gibt mehr Schlafstörungen als Albträume und Schlafwandeln. Auch wenn viele zunächst erschreckend, sind sie doch fast alle harmlos. Erkenntnisse, mit denen Sie ruhig einschlafen können.

Von Berit Uhlmann

Mediziner haben mehr Schlafstörungen beschrieben, als man auch in der längsten Nacht unterbringen könnte. Die merkwürdigsten unter ihnen sind die Parasomnien, zu denen nächtliches Sprechen, Schlafwandeln und Albträume gehören. Kaum eine dieser Störungen ist umfassend erforscht, obgleich sie alle hochinteressant sind. Die Parasomnien zeugen davon, dass Einschlummern, Schlafen und Aufwachen komplizierte Mechanismen sind, an denen viele verschiedene Körperfunktionen beteiligt sind: Hormone, Nervensystem, Blutkreislauf, Atmung und Muskelspannung spielen eine Rolle. Nicht immer läuft in der Steuerung dieser Vorgänge alles nach Plan ab. Es kann zu Störungen und Überlagerungen von Wach- und Schlafzuständen oder verschiedener Schlafphasen kommen. Von solcherart Zuständen sind die meisten Menschen irgendwann einmal betroffen. Fast immer sind sie harmlos. Was Sie über die Parasomnien wissen sollten, um sich nicht den Schlaf rauben zu lassen.

Der große Ruck durch den Körper - Einschlafzuckungen

Gerade will man in den Schlaf gleiten, da schlägt die mit dem Einschlafen verbundene Muskelentspannung ins Gegenteil um. Eine heftige Muskelkontraktion schießt durch den Körper. Oft fühlt es sich an, als würde man ruckartig aus dem Bett gekippt. Und dann die Peinlichkeit: Habe ich etwa gerade geschrien? Gut möglich, ein Schrei kann bei diesen Zuckungen vorkommen. Doch allen, die glauben, dass das nächtliche Vorkommnis den Beginn nervöser Ticks und Spasmen markiert, sei versichert: Das Phänomen ist weitverbreitet und harmlos.

Betroffene: Etwa 60 bis 70 Prozent aller Menschen erleben die auch Myoklonie genannte Zuckung gelegentlich. Manchmal bemerkt auch nur der Bettpartner etwas davon.

Ursachen/Auslöser: Die Einschlafzuckungen werden durch abendlichen Koffein-Konsum, anstrengende oder aufwühlenden Tätigkeiten vor dem Einschlafen sowie Stress begünstigt.

Behandlung: In aller Regel ist keinerlei Behandlung nötig. Bei extremer Ausprägung können die Zuckungen zu Einschlafstörungen führen. In dem Fall sollte ein Schlafmediziner konsultiert werden.

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