Milbenallergie Wie die Milbenallergie diagnostiziert und behandelt wird

Routinemäßig wird der Mediziner zuerst einen Prick-Test vornehmen. Dabei wird das Allergen auf die Haut getropft und dann "eingeprickt". Reagiert der Patient darauf mit einem leichten Ausschlag, ist dies ein Hinweis auf eine Allergie.

Möglich sind auch Haut- oder Bluttests. Dabei wird nach so genannten IgE-Antikörpern gefahndet, die das Immunsystem gegen das betreffende Allergen bildet. All diese Tests sind nicht hundertprozentig zuverlässig. Es können Fehlalarme vorkommen. Doch in der Regel gehen Mediziner von einer Allergie aus, wenn Testergebnisse, Symptome und deren zeitliches Auftreten zueinander passen.

Kommen die Tests zu widersprüchlichen Resultaten oder passen diese nicht zu den Symptomen, bringt nur ein Provokationstest Gewissheit. Dabei wird das Allergen in die Nase gesprüht. "Innerhalb von fünf bis zehn Minuten nach Einsprühen sieht man, ob die Nasenschleimhaut anschwillt", sagt Hauswald. Alternativ ist ein Provokationstest bei allergischem Schnupfen auch an der Bindehaut des Auges möglich.

Ist die Allergie bestätigt, helfen Antihistaminika und Cortison in Form von Nasensprays zur kurzfristigen symptomatischen Behandlung. "Moderne Cortison-Nasensprays werden zu 100 Prozent in der Nase abgebaut, so dass nichts mehr im Blut nachweisbar ist", sagt Hauswald. Zur langfristigen Behandlung der Beschwerden empfiehlt die HNO-Ärztin eine spezifische Immuntherapie. Die Patienten werden dabei nach und nach an das Allergen gewöhnt. "Bei Therapieende nach drei Jahren sind 80 Prozent der Milbenallergiker beschwerdefrei", so Hauswald.