Milbenallergie Wie man die Milben vertreiben kann

Komplett beseitigen kann man die Milben nie, aber man kann ihre Zahl durch einige Maßnahmen reduzieren.

  • "Bettdecken und Kissen sollten von Mai bis August so oft wie möglich morgens aus dem Fenster oder über den Balkon gehängt werden, so wie es früher unsere Großmütter gemacht haben", rät Hauswald.
  • Milbendichte Bettlaken, sogenannte Encasings, verhindern, dass Hautschuppen auf die Matraze durchsickern und schneiden die Milben so von ihrer Nahrungsquelle ab. Allergiker sollten Bett- und Kissenbezüge außerdem alle 14 Tage bei 60 oder 90 Grad waschen.
  • Außerdem: Lüften, Lüften, Lüften. Das heißt: Fenster und Türen auf, so dass in den Räumen Durchzug herrscht. "Wenn Wärme und Feuchtigkeit entzogen werden, geht die Milbe kaputt." Gerade in der Hauptvermehrungszeit kann man so die Nachkommenschaft wirksam reduzieren.
  • Dass sich Flokati-Bettvorleger in einer Allergikerwohnung verbieten, ist klar. Aber auch normale Teppiche bergen eine Unmenge an Staub. Glatte Fußböden sind Hauswald zufolge besser. Die Böden sollten mindestens alle zwei Tage feucht gewischt werden. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) hält kurzfasrige Teppiche auch für Allergiker geeignet. Beim Staubsaugen sollte ein Feinstaubfilter benutzt werden.
  • Plüschtiere sollten für 24 Stunden in den Gefrierschrank. Noch besser sei aber, sie regelmäßig bei 60 Grad zu waschen, empfiehlt der DAAB. Die Kälte tötet zwar die Milben, der Kot bleibe aber hängen. Auf langhaarige Kuscheltiere besser ganz verzichten.
  • Staubfänger sollten in einer Allergikerwohnung regelmäßig gesäubert werden. Um den Putzaufwand erträglich zu machen, sind Bücher und anderer Nippes in verschließbaren Schränken besser aufgehoben als in offenen Regalen.

"Werden all diese Maßnahmen konsequent durchgezogen, kriegen 40 Prozent der Hausstaubmilbenallergiker den allergischen Schnupfen auch ohne Behandlung los", sagt Hauswald. Ein Arztbesuch ist dennoch für alle sinnvoll, die den Verdacht auf eine Allergie haben.