Meilensteine der TransplantationsmedizinWo sich der Tod mit dem Leben vermählt

Organ- und Gewebespenden haben der Medizin zu enormen Fortschritten verholfen. Tausende Mensche entkamen dem sicheren Tod oder erhielten durch eine Transplantation ihren Lebensmut zurück. Doch nicht jeder ärztliche Eingriff war erfolgreich. Über die Möglichkeiten und Grenzen von Organverpflanzungen.

"An keinem anderen medizinischen Frontabschnitt haben die Ärzte in diesem Jahrhundert ähnlich eindrucksvolle Siege über den Tod errungen", schrieb der Spiegel im letzten Jahr des vergangenen Jahrhunderts über die Transplantationsmedizin - und fügte an: "Nirgendwo sonst werden aber auch die Schattenseiten der modernen Medizin so scharf sichtbar wie auf dem Gebiet der Organverpflanzung". Denn von Anfang an sind die Übertragungen von Fremdorganen mit ethischen Bedenken und äußert unwillkommenen Gedanken an das Tabuthema Tod verbunden. Ein Überblick über die Möglichkeiten und Grenzen der Transplantationsmedizin.

Erste Versuche: Vorläufer der Transplantationsmediziner sind  altindische Heiler, die versuchen, Verstümmelte durch Hauttransplantationen zu behandeln. Allerdings stammt die Haut vom Patienten selbst. Im alten Rom experimentieren Mediziner mit Zahntransplantationen. Sklaven müssen ihre Zähne dafür hergeben.

Bild: AFP 25. Mai 2012, 09:172012-05-25 09:17:09 © Süddeutsche.de/beu/holz