Allergie Pollenbelastung steigt in ganz Europa

Der Klimawandel lässt die Pollenmenge europaweit ansteigen. Städter haben besonders zu leiden.

Die Menschen in Europa müssen sich einer Studie zufolge auf eine höhere Allergiebelastung einstellen. Die Pollenmenge sei in den vergangenen Jahren europaweit deutlich gestiegen, berichtet ein internationales Forscherteam um die Ökoklimatologin Annette Menzel von der Technischen Universität München im Fachjournal PLoS ONE.

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Immer mehr Europäer werden in Zukunft durch Allergien belastet.

(Foto: online.sdewissen)

In den Städten war die Zunahme besonders stark: Im Durchschnitt sei die Pollenmenge in urbanen Gebieten um drei Prozent pro Jahr gestiegen, schreiben die Forscher. Durch die dichte Bebauung liege die Temperatur hier um ein bis drei Grad höher als außerhalb der Städte. Auch CO2- und Schadstoffwerte in der Luft seien in Städten oft erhöht. In ländlichen Gebieten hat die Pollenmenge pro Jahr um ein Prozent zugenommen.

Mit dem Klimawandel werde sich dieser Trend in städtischen und ländlichen Gebieten noch verstärken, erläuterten die Wissenschaftler. Wahrscheinlichste Ursache für die Zunahme sei die steigende CO2-Konzentration. Laborversuche und einige Freilandstudien hätten gezeigt, dass eine höhere CO2-Konzentration in der Luft das Pflanzenwachstum und damit die Pollenproduktion beschleunigen könne. Mildere Temperaturen und zugewanderte Pflanzenarten verursachten zudem eine längere Pollenflugsaison.