7. Februar 2013 13:02 Schwangerschaft Feinstaub drückt Geburtsgewicht

Sind Frauen während ihrer Schwangerschaft viel Feinstaub ausgesetzt, steigt ihr Risiko, ein besonders kleines Kind zur Welt zu bringen.

Je mehr Feinstaub schwangere Frauen ausgesetzt sind, umso größer ist das Risiko, dass ihre Kinder bei der Geburt nur 2500 Gramm oder weniger wiegen. Dies hat ein internationales Forscherteam um Tracey Woodruff von der University of California in San Francisco anhand der Daten von mehr als drei Millionen Geburten in neun Ländern in Nord- und Südamerika, Europa, Asien und Australien ermittelt (Environmental Health Perspectives, online).

Bisherige Untersuchungen des Zusammenhangs hatten keine eindeutigen Ergebnisse gebracht. Die Gruppe um Woodruff analysierte Daten, die zumeist aus den 1990er- und 2000er-Jahren stammten, und berücksichtigte Feinstaub-Partikel mit Durchmessern von höchstens zehn Mikrometer. Da die Daten in den verschiedenen Studienorten zum Teil nach unterschiedlichen Kriterien erhoben wurden, ließen sich die jeweils ermittelten Daten nur schwer miteinander vergleichen, betonen die Autoren.

Der Zusammenhang sei dennoch überall deutlich. Für jeden einzelnen Betroffenen sei der Effekt zwar klein. Für Entscheidungen der Politik zum Beispiel könne er aber eine Rolle spielen.

Wo die Luft wie stark verpestet ist Der SZ-Feinstaub-Atlas