Pensionen wie ein Beamter - das wird bei der BayernLB bald Vergangenheit sein. Die Landesbank stellt ihr Versorgungssystem um - mehr als 2000 Mitarbeiter sind betroffen.
Die angeschlagene BayernLB plant Milliardeneinsparungen bei ihren Mitarbeiterpensionen. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung ist unter anderem geplant, die Gesamtausgaben für die Altersversorgung der Mitarbeiter in den kommenden Jahren von zurzeit rund zwei Milliarden Euro auf nur noch 300 Millionen Euro zu kürzen. Die Einsparungen sollen sich über mehrere Jahre hinziehen. "Das geht nicht von heute auf morgen", sagt ein Bankmanager.
Die BayernLB plant Milliardeneinsparungen bei ihren Mitarbeiterpensionen. (© Foto: ddp)
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Konkret soll die bisherige, beamtenähnliche Versorgung der Landesbanker auf eine rein beitragsbasierte Vorsorge umgestellt werden. Unmittelbar betroffen von der Änderung sind demnach mehr als 2000 Mitarbeiter, die vor dem Jahr 2002 bei der BayernLB angeheuert haben. Viele von ihnen hätten nach den alten Bedingungen nach 20 Jahren das Recht auf eine beamtenähnliche Versorgung - dies soll umgestellt werden.
Die Bank, die Milliardensummen am Markt für kreditbesicherte US-Wertpapiere investiert und sich dabei kräftig verspekuliert hatte, war im Zuge der Finanzkrise in Schieflage geraten. Seitdem baut Bankchef Michael Kemmer das Institut um: Um die Landesbank zu sanieren, werden Tausende Jobs gestrichen und ganze Geschäftseinheiten abgebaut.
Ermittlungen der Staatsanwaltschaft
Gleichzeitig will sich die Bank von einzelnen Aktivitäten trennen - dazu soll auch die in Klagenfurt ansässige angeschlagene Osteuropa-Bank Hypo Alpe Adria gehören. Ein Großteil der Beteiligungen der Bayern gilt wegen der anhaltenden Krise jedoch als unverkäuflich. Daher muss Kemmer nun andere Wege finden, um Milliarden zu sparen.
In der Belegschaft der Bank, die mit zehn Milliarden Euro vom Freistaat Bayern gestützt werden muss, sorgt die Umstellung für großen Unmut. "Wir müssen nun für die Fehler des alten Managements bluten", klagt ein Mitarbeiter. Inzwischen seien bereits erste Klagen vor Gericht anhängig - in Bankkreisen ist von "zwei bis drei Dutzend" die Rede. Ein Banksprecher wollte den Sachverhalt nicht kommentieren.
Die Umstellung dürfte auch deswegen die Gemüter bewegen, weil sie in eine für die Bank hochsensible Phase fällt. So ermittelt inzwischen die Staatsanwaltschaft gegen den früheren BayernLB-Chef Werner Schmidt. Der Vorwurf der Behörden wiegt schwer: Für den Kauf der Hypo Alpe Adria sollen die Bayern vor zwei Jahren 400 Millionen Euro zu viel gezahlt haben. Für die Hälfte der Anteile hatten die Bayern gut 1,6 MilliardenEuro gezahlt.
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(SZ vom 24.10.2009/tob)
Debatte über Urheberrecht
Sehr geehrter Herr Fromm,
ein paar Zahlen herunterzuschreiben bedeutet noch nicht ein guter Berichterstatter zu sein - das vermisse ich bei diesem Artikel.
Alleine die Zahlen, die Sie nennen, schreien doch nach weiterer Recherche.
Wenn die BayernLB für jeden Mitarbeiter bisher ca. 1.000.000 für die Rückstellungen für die Rente bildet und dieses auf 150.000 herunterfahren will, stellen sich bei mir zwei Fragen:
1. waren die Landesbänker bisher sehr gut versorgt?
2. werden die Mitarbeiter nun mit einer Minimalzahlung um ihre Betriebsrente gebracht?
Und wenn man sich dann noch anschaut, wie die Mitarbeiter dazu gebracht werden sollen, aus der alten Versorgung auszusteigen, muß man das schon als grenzwertig einstufen ... - aber dazu müßte man das auch einmal hinterfragen und ein wenig recherchieren.
Die Mitarbeiter der Landesbank haen mehrheitlich ihren Job gut gemacht und müssen nun leider für die Entscheidungen der Vorstände wie auch des Verwaltungsrates (CSU und Sparkassen) büßen.
Die mitarbeiter erhalten in diesem Jahr keinen Leistungbonus, der sich nur auf die Leistung des einzelnen Mitarbeiters bezieht (und die war gegeben!) und zusätzlich sollen die Mitarbeiter nun auch noch in eine neue Form der Betriebsrente "gezwungen" werden und das nur, weil die Vorstände und der Verwaltungsrat in der Vergangenheit ihren Job nicht gemacht haben bzw. gierig waren!
Leider wird dieses Faktum nie in der Presse erwähnt, das es ja auch viel bequemer ist und eine hetzerische Überschrift darstellt: Landesbänker verzocken Milliarden oder Landesbank will sparen.
Da mittlerweile ca. 50 (und nicht 2-3 Dutzend) Mitarbeiter eine Klage gegen die Umstellung der Versorgung eingereicht haben und viele dieses vor haben sollten sie sich mal die Mühe machen, das zu hinterfragen. Denn so sauber, wie es nach Außen den Anschein hat, läuft es in der BayernLB nicht ab...
Ich kann sie nur auffordern Kontakt aufzunehmen, die Mitarbeiter der BayernLB würden es ihnen danken...