Steuererklärung Wie Rentner Steuern sparen können

Teilrente ab 60? ARCHIV - ILLUSTRATION - Miniatur-Figuren zweier Rentner sitzen am 22.01.2010 auf Münzen vor einem Schild mit der Aufschrift 'Rente'. Aus dem Stress-Job mit einem Schlag in die Rente? Viele wünschen sich einen sanfteren Übergang. Union und SPD wollen die Flexi-Rente mit Leben füllen - doch soll nun längeres oder kürzeres Arbeiten erleichtert werden? Foto: Andreas Gebert/dpa (zu dpa-Korr. 'Teilrente ab 60? Finanznöte und Konjunktursorgen schmälern Hoffnung' vom 23.09.2014) +++(c) dpa - Bildfunk+++

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Rentner müssen nur einen Teil ihres Einkommens versteuern. Dieser Anteil wird seit einigen Jahren aber immer größer. Was Sie zahlen müssen und wo Sie sparen können.

Von Larissa Holzki

Rentner müssen eine Einkommensteuererklärung abgeben, wenn ihre jährlichen Einkünfte den Grundfreibetrag von 8354 Euro übersteigen. Schließlich haben sie keinen Arbeitgeber mehr, der die Lohnsteuer direkt einbehält. Sowohl private als auch gesetzliche Renten sind steuerpflichtig und werden bei der Steuererklärung in der Anlage R vermerkt. Die Unfallversicherungsrente, die Schadensersatzrente, die Schmerzensgeldrente und ähnliche Renten hingegen sind steuerfrei und müssen auch nicht in der Steuererklärung angegeben werden.

Für das Jahr 2014 müssen alleinstehende Rentner, die im Jahr Einkünfte in Höhe von bis zu 14 705 Euro verdienen, keine Einkommensteuer zahlen. Bei verheirateten Senioren liegt die Grenze doppelt so hoch. Damit sind sie steuerlich gegenüber Arbeitnehmern besser gestellt, denen nur ein Grundfreibetrag von 8354 Euro zugesprochen wird. Wie kommt das?

Renteneintrittsjahr entscheidet über Besteuerung

Für Rentner gelten steuerliche Vorteile. Diese sind umso größer, je früher sie in den Ruhestand gegangen sind. Bis 2005 galt, dass Rentner nur die Hälfte ihrer Einkünfte versteuern müssen. Seither klettert der zu versteuernde Anteil Jahr für Jahr. Bürger, die 2014 in Rente gehen, zahlen bereits für 68 Prozent ihrer Einkünfte Steuern. Ab 2040 werden Rentner ihre Einkünfte komplett versteuern müssen.

Ein Beispiel: Eine alleinstehende Frau, die 2004 aufgehört hat zu arbeiten, erhält im Jahr 14 000 Euro Rente. Davon muss sie die Hälfte versteuern, das sind 7000 Euro. Damit liegt sie unter dem Grundfreibetrag von 8354 und muss keine Steuern zahlen.

Wenn das zu versteuernde Einkommen nach Abzug von 102 Euro Werbungskosten-Pauschbetrag, 36 Euro Sonderausgaben-Pauschbetrag und Beiträgen zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung noch den Grundfreibetrag übersteigt, ist die fällige Einkommensteuer in der Grundtabelle (hier) abzulesen. Für Paare gilt analog die Splittingtabelle (hier).

Was ist das Rentensplitting?

In vielen Ehen und eingetragenen Partnerschaften hat einer höhere Einkünfte als der andere. Damit auch der Geringverdienende im Alter abgesichert ist, können Paare beantragen, dass ihre Einkünfte zusammengerechnet und zu gleichen Teilen an beide ausgezahlt werden.

Wenn Sie neben Ihrer Rente zusätzliche Einnahmen haben, müssen Sie diese natürlich hinzurechnen. Besteuert werden beispielsweise Ihre Einnahmen aus der Vermietung von Wohnungen, aus selbstständiger und nicht selbständiger Arbeit, Zinsen und Dividenden. Das zu versteuernde Einkommen können Sie - wie andere Arbeitnehmer auch - senken, in dem Sie eine Steuererklärung abgeben und Kosten absetzen, die Ihnen durch die Tätigkeit entstanden sind. Diese Kosten zieht das Finanzamt dann vom Einkommen ab und besteuert nur den Rest (mehr dazu, was von der Steuer absetzbar ist, in diesem Ratgeber-Text).

Nach Antrag drei Jahre keine Steuererklärung

Wer dauerhaft unter der Besteuerungsgrenze liegt, kann beim Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen. Mit dieser Bescheinigung müssen Sie drei Jahre lang keine Steuererklärung abgeben, wenn sich Ihre steuerliche Situation nicht ändert.

Beachten Sie: Mit Einführung der neuen Mütterrente zum 1. Juli 2014 hat sich die Rente für alle Rentnerinnen und Rentner, deren Kinder vor 1992 geboren sind, erhöht. Auch dieser Aufschlag wird besteuert.

Wichtige Tipps und Informationen zur Steuererklärung:

- für Alleinerziehende

- für Eltern

- für Studierende

- für Selbstständige

- Ehepaare und eingetragene Partner