Schlag für die Konjunktur: Der Ölpreis steigt, weil Verbraucher und Hersteller nur auf billiges Benzin und schnelles Geld aus sind.
Innerhalb weniger Monate hat sich der Ölpreis auf fast 70 Dollar je Fass verdoppelt. Die Auguren an den internationalen Rohstoffbörsen rechnen bereits mit einem weiteren Anstieg des Preises auf 85 Dollar je Fass bis Ende dieses Jahres.
Öl-Förderanlage in Vernezuela: Förderstaaten diktieren das Geschäft oft über ihre Staatsfirmen. (© Foto: AP)
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Das ist zwar noch weit entfernt vom 147-Dollar-Spitzenwert im Sommer vergangenen Jahres. Doch an den Märkten wetten viele Spekulanten schon wieder auf eine neue Hausse. Steht der Welt der nächste Ölpreisschock bevor - und damit ein längerer Aufenthalt im Jammertal der Konjunktur?
Die Fieberkurve des Öls ist ein Indiz dafür, wie wenig die Verbraucher bereit sind, von ihrer Sucht zu abzulassen. Vor allem im Land der Benzinjunkies, den USA, spulen die Autofahrer inzwischen wieder deutlich mehr Meilen auf den Highways ab. Noch ist der Sprit relativ billig. Doch die gewachsene Nachfrage wirkt sich bereits an den Ölmärkten aus.
Der Rohölpreis steigt. Darüber kann sich nicht nur das Ölförderkartell Opec freuen, sondern auch die Ölindustrie.
Noch immer ist der Ölverbrauch eng an das Wirtschaftswachstum gekoppelt. So entwickelt sich regelmäßig ein typischer Boom- und Crash-Zyklus. Höhere Nachfrage heizt die Preise an. Zudem ist Öl eine begehrte Zockerware. Hedge-Fonds schließen milliardenschwere Wetten mit Öl-Terminkontrakten ab. Das verstärkt die Unberechenbarkeit von Preisbewegungen und führt zu aberwitzigen Spekulationsblasen, die irgendwann platzen.
Im Unterschied zu Finanzprodukten ist Öl allerdings ein endliches Gut. Die Lagerstätten gehen infolge des wachsenden Energiehungers der Welt, insbesondere auch der Schwellenländer wie China und Indien, unaufhaltsam zu Neige. Das sollte die Förderindustrie eigentlich zu einer besonders umsichtigen Investitionsstrategie veranlassen.
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Christopher Lee zum 90.
Das Öl geht langsam zur Neige... Was ist folglich daran so ungewöhnlich daß es langfristig immer teurer wird?
Die Spekulation fällt unter dem Strich da nicht ins Gewicht - sie verlagert lediglich kommende Entwicklungen zeitlich etwas.
Der Preishype jenseits der 100$ im vergangenen Jahr wurde letztendlich ja auch seitens der Spekulanten den Verbrauchern mit den 30% im Janurar "zurückgegeben". Spekulation ist ein Nullsummenspiel!
Fakt ist doch: So lange es billig ist - gehen wir anders damit um als wenn es teuer ist.
Ich will nicht wissen wie Teuer Öl oder Energie allgemein wäre, wenn wir die Folgekosten des Klimawandels da mit einpreisen würden.
Weder Politiker, noch Wirtschaftsleute, noch Journalisten, noch Verbraucher haben anscheinend bis heute gecheckt, dass die Ölvorräte verdammt endlich sind.
Auch der Autor dieses Artikels legt erst eine kurze Schrecksekunde ein:
"Im Unterschied zu Finanzprodukten ist Öl allerdings ein endliches Gut. Die Lagerstätten gehen infolge des wachsenden Energiehungers der Welt, insbesondere auch der Schwellenländer wie China und Indien, unaufhaltsam zu Neige."
Danach fährt er fort:
"Und noch immer sitzen Konzerne wie Exxon Mobil auf milliardenschweren Kapitalreserven." Und: " Dabei müsste die Ölwirtschaft in den nächsten 20 Jahren mindestens vier neue Saudi Arabiens erschließen, um die Versorgung zu sichern."
Ja was denn nun? Ist Öl ein kostbares endliches Gut, das dann entsprechend eingeteilt werden muss oder geht es darum, jetzt ratzfatz sämliche noch verfügbaren Reserven zu heben und auf den billigen Markt zu werfen?
Wehe uns, wenn wir in die Falle des versiegenden Öls tappen. Die Bosse werden immer eine Möglichkeit finden, sich mit dem letzten Tropfen Öl die Taschen vollzustopfen. Und der Rest der Bevölkerung wird ausgepresst wie der letzte noch verfügbare Ölschiefer.
Und auch nicht, dass zur damaligen Zeit ein KFZ mit einer Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h schon als Sportwagen galt, was heute wahrscheinlich ein Polo schon schafft (nur geraten!). Auch nicht, dass die Gesamtsicherheit der Autos in keinem Vergleich zu heute stand, - damals musste man noch sehr Viele vom Sinn eines Sicherheitsgurtes überzeugen.
Im Artikel (übrigens aus dem Jahr 2007) heißt's wörtlich:
Das Resultat: Im Vergleich von Januar 1973 zu Januar 1974 (als das Limit galt), gab es 61 Prozent weniger Getötete und Verletzte auf deutschen Straßen.
Da an anderer Stelle eine Korrektur eingefügt wurde, in der explizit eine Angabe auf die Autobahnen korrigiert wurde, nehme ich an, dass hier tatsächlich die Gesamtzahl gemeint ist.
spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,485013,00.html
Zur Aussage der gestiegenen Zahl von Todesfällen in USA hab' ich leider keine Referenz, da ich die meisten Informationen zu dieser Thematik aus wissenschaftlichen Sendung im TV habe, - meist in Deutschlang, gelegentlich auch in den Staaten. Leider kann ich mich daher auch nicht mehr an die konkrete Zahl (absolut oder relativ) erinnern. Ich hoffe, Sie glauben mir insoweit, dass es auch für die amerikanischen Berichterstatter eine (negative) Überraschung war. Vermutlich ließe sich das im Internet durchaus finden, aber da ich nur etappenweise poste, während der Computer mit Daten-Schubsen beschäftigt ist, hab' ich leider nicht die Zeit für richtige Recherche. Ich bitte insoweit um Vergebung.
"Als mit der Ölkrise ein Tempolimit auf unseren Autobahnen galt, reduzierte sich die Zahl der Getöteten und Verletzten um 61%." das ist leicht behauptet, denn Sie liefern KEINEN Bezug. Gilt das für ALLE Getöteten und Verletzten im Verkehr; nur die auf Autobahnen? Vergessen Sie nicht, daß während dieser Zeit an vier Wochenden komplettes FAHRVERBOT herrschte, mit den entsprechenden Folgen für die Unfallstatistik.
So, wie Sie es hier hinstellen, haben die 61% eine aussagekraft von exakt NULL.
"Vor allem im Land der Benzinjunkies, den USA, spulen die Autofahrer inzwischen wieder deutlich mehr Meilen auf den Highways ab." Jaja, die Amis spulen wieder...die sind an allem Schuld. Welch unredlicher Chauvinismus! Man blicke aus dem Fenster und erfreue sich an unseren ernergieeffizienten Autos und deren Öko-Fahrern.
"Noch immer ist der Ölverbrauch eng an das Wirtschaftswachstum gekoppelt" Nein, wer hätte das gedacht! Das unkontrollierte Wachstum unserer Ökonomie hängt vom unkontrollierten Verbrauch von Energie ab? Nein, sowas?!
Hier werde ich aus dem Autor (mal wieder) nicht schlau: "Im Unterschied zu Finanzprodukten ist Öl allerdings ein endliches Gut" (Allerdings!) Dann: "Das sollte die Förderindustrie eigentlich zu einer besonders umsichtigen Investitionsstrategie veranlassen." (warum?), dann "Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Jahrelang hat die Branche an der Wall Street nach Geld gebohrt, aber ihr Kerngeschäft - die Exploration und Förderung von Öl - vernachlässigt." Was will uns der Autor damit klar machen? Will er darauf aufmerksam machen, dass Erd-Öl nur begrenzt existiert, oder will er uns klar machen, dass die Ölwirtschaft(?) falsch re-investiert? Oder will er uns mit Vulgär-Marxismus erklären, dass im Kapitalismus der Profit über allen Dingen steht?
"Dabei müsste die Ölwirtschaft in den nächsten 20 Jahren mindestens vier neue Saudi Arabiens erschließen, um die Versorgung zu sichern." Man lese und staune: Vier neue S.Arabien müssten erschlossen werden. Dabei ist doch Erd-Öl endlich? Warum aber, wird nicht nach El Öl-Dorado gesucht? Weil "Investitionsmüdigkeit grassiert". Huhu...sehr gut! Vielleicht liegt es einfach daran, dass man nicht in Sachen investiert, die sich nicht LOHNEN?
Klasse ist auch, dass Chavez mal wieder die rote Laterne um den Hals gehängt wird. Warum ist Chavez böse? Weil -wie es sowieso schon vorher wussten- er die Verkörperung von "Bürokratismus, Korruption,Schlendrian (&) Misswirtschaft" ist. Glücklich der, der nicht in Venezuela lebt, sondern als hiesiger Journalist, die Misstände in anderen Ländern denunzieren darf.
"Das Nachsehen haben die Verbraucher. Sie stehen am Ende einer Kette von kurzsichtigen Investitionsentscheidungen und Öl-Spekulationsgeschäften"...Och die armen Kleinen, die werden von den grossen Bösen voll gemobbt! "Aber auch die Opec sollte den Konsumenten einen Gefallen tun" Ja OPEC tu´uns einen Gefallen und befreie uns von unserer Sucht.
Wie naiv kann ein Artikel sein!
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