Rabattportale wie Groupon, Einkaufsklubs und sogar Facebook - das Internet bietet viele Möglichkeiten für den günstigen Einkauf. Ein Überblick über die Spar-Seiten, ihre Produkte - und mögliche Risiken.
Auf der Suche nach Schnäppchen finden sich im Internet viele Angebote, die zum Teil enorme Preisnachlässe versprechen. Webseiten wie groupon.de bieten Gutscheine. Die heißen "Deals". Sie ermöglichen, zu reduzierten Preisen zu kaufen. Daneben vermitteln Einkaufsklubs ihren Mitgliedern billige Angebote.
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Wer sparen will, sollte sich auf entsprechenden Seiten im Netz umschauen. Die Grafik zeigt einige Rabatt-Portale im Überblick. (© SZ Grafik)
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Seit neuestem führt auch Facebook Sparangebote: Über die Funktion "Orte" kann man einsehen, ob es in der Umgebung Rabatte für Facebook-Mitglieder gibt. Diese müssen online freigeschaltet werden; auf Facebook wird angezeigt, wo sich der Benutzer gerade befindet. Der Gutschein kommt direkt auf das Smartphone und wird im teilnehmenden Geschäft vorgezeigt. Die Sparangebote im Überblick.
Welche Produkte gibt es günstiger?
Rabattportale wie dailydeal.de verstehen sich auch als Stadtführer und möchten mit Hilfe der auf der Webseite verkauften Coupons Kunden auf Angebote aufmerksam machen. Daher gibt es viele "Erlebnisgutscheine" für Restaurants oder Wellness-Einrichtungen. Einkaufsklubs richten sich dagegen an Kunden, die an bestimmten Produkten wie Schuhen oder Kindermode interessiert sind.
Bei der Facebook-Anwendung hängen die Angebote von den teilnehmenden Firmen ab. So bot Cinemaxx eine Woche lang jedem Teilnehmer eine Tüte Popcorn, in der Restaurantkette Vapiano gab es eine kostenlose Vorspeise und eine Flasche Prosecco für vier Facebook-Freunde des Unternehmens. Der FC Bayern München verteilte 1000 Fan-Schals.
Wie viel kann ich sparen?
Bei groupon.de sind bis zu 83 Prozent Preisnachlass möglich. Der Online-Sprachkurs von babbel.com kostet derzeit für ein halbes Jahr statt 59,70 Euro nur 9,95 Euro. Die Ersparnis variiert, wie auch bei Facebook und den Einkaufsklubs, stark. Bei der größten deutschen Preissuchmaschine idealo.de, die mehr als eine Million Produkte überprüft, schätzt man, dass die Kunden durch den Vergleich auf der Homepage etwa fünf Prozent pro Einkauf sparen können.
Gibt es Risiken oder Nebeneffekte?
Bei kleineren Rabattanbietern können Deals platzen, wenn zu wenige Leute mitmachen; bei größeren Portalen findet dagegen fast jeder Deal statt. Diese sind aber zum Teil missverständlich formuliert, sie gelten beispielsweise nur von einem bestimmten Mindestbestellwert an. Wer mit dem sozialen Netzwerk Facebook sparen will, muss seinen Aufenthaltsort veröffentlichen.
Die Sonderangebote gelten, wie bei Einkaufsklubs und Rabattportalen, nur für kurze Zeit, so dass man sich mit dem Kauf beeilen muss. Die Preisvergleichsseiten sind meist kostenlos. Über Portale wie die Flugpreissuchmaschine opodo.de ist auch die Buchung möglich - dabei fällt eine Servicepauschale an.
Was haben die Händler davon?
Durch ein Angebot auf groupon.de werden Menschen auf Unternehmen in ihrer Umgebung hingewiesen, die sie vorher nicht wahrgenommen haben. Vier Millionen Deutsche haben auf der Rabatt-Seite schon eingekauft. Diese Aufmerksamkeit multipliziert sich über den Auftritt bei Facebook.
Zudem können Unternehmen über das soziale Netzwerk näher an ihre Kunden herankommen und Werbung passgenau platzieren, da sie ihre Interessen besser kennen. Ähnlich ist es bei Einkaufsklubs. Da immer mehr Kunden online Preise vergleichen, ist es für die Unternehmen wichtig, im Netz präsent zu sein.
Produkte müssen nicht mehr aufwendig beworben werden. Nun geht es darum, sie so zu platzieren, dass sie beim Preisvergleich auftauchen. Der Rest geschieht wie von selbst.
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(SZ vom 30.03.2011/ema/hgn)
Ich verwende Preisvergleichseiten auch ab und an, aber nicht regelmäßig, weil doch auch sehr viel Zeit drauf gehen kann dauernd zu schauen wo man es noch günstiger bekommt und das ist es manchmal einfach nicht Wert.
Wenn dann schau ich meistens bei billiger.de. Das ist ganz praktisch da ich das Tool click.to (http://www.clicktoapp.com/) hab mit dem kann man dann ganz einfach und schnell auf billiger.de preise vergleichen.
Aber ansonsten geh ich auch einfach oft noch in einen Laden und kauf mir da meine Sachen, dann hab ich es wenigstens gleich und weiß woran ich bin!
...von diesem Artikel (wie von so vielen in der SZ online-Ausgabe) hätte ich mir eindeutig mehr erwartet. Was sind denn nun die Risiken? Dass ein Deal nicht zustande kommt oder missverständlich formuliert ist - sorry, aber das ist ein Problem des täglichen Lebens mit dem man in allen möglichen (und unmöglichen) Situationen zu kämpfen hat. Irgendwie hatte ich mir erhofft, dass die Thematik insbes. auch auf die speziellen Risiken dieser Portale eingeht, "Profiling" sei hier kurz als Schlagwort genannt. Dieser Artikel bietet für den Normalnutzer einen Informationszuwachs gleich Null. Wie der FC Bayern Fanschals verschenkt ist mir ehrlich gesagt egal - viel wichtiger ist doch, was dahinter steckt. Aber was der FC Bayern von dieser Aktion hat und inwiefern hier die Risiken sozialer Netzwerke ausgenutzt werden, kommt leider nicht heraus. Schade! Dabei hätte das ein echt interessanter Artikel werden können...
... gibt's nach wie vor über die guten alten (?) Preisvergleich-Seiten (Günstiger.de, Geizhals.at, Heise.de/preisvergleich, Preisroboter.de, etc.) - da findet sich fast immer ein Anbieter, der noch günstiger ist als alles, was Gruppon und Konsorten so auf die Beine stellen. Oft sogar viel günstiger!