Hohe Nachfrage aus China Goldwährung bekommt Schwung

Schmuck, Münzen und Goldbarren: Die Chinesen kaufen Gold wie verrückt und verhelfen damit der Goldwährung zu neuem Schwung. Ein anderes Edelmetall gewinnt ebenfalls wieder an Bedeutung auf dem Weltmarkt.

2011 kostete eine Unze noch 1900 Dollar, dann rutschte der Preis des Edelmetalls um fast 800 Dollar ab - das war der stärkste Einbruch eines Quartals seit 1920. Jetzt kletterte der Wert der Feinunze (31 Gramm) auf 1372,51 Dollar, das ist der höchste Stand seit zwei Monaten. Seit Wochen kann an den Edelmetallbörsen eine Preiserholung beobachtet werden.

Ähnlich erholte sich zuletzt auch Silber. Hier erreichte der Preis am Freitag zeitweilig mit 23,15 Dollar je Feinunze sogar den höchsten Stand seit drei Monaten. Ende Juni lag der Silberpreis noch bei etwa 18,20 Dollar. Er hatte damit den tiefsten Stand seit drei Jahren erreicht.

Experten begründen den jüngsten Preissprung bei den Edelmetallen damit, dass viele Investoren das vergleichsweise niedrige Preisniveau für einen Wiedereinstieg nutzten. Zuvor hatten große Investoren in den Monaten April bis Juni eine große Menge Gold verkauft. So berichteten Rohstoff-Analysten der Commerzbank, dass der Hedgefonds-Manager John Paulson seine Gold-Investments in dieser Zeit halbiert habe. Auch Großinvestor George Soros trennte sich vom Rest seiner Goldanlagen.

Asiatische Investoren nutzten den starken Rückgang der Goldpreise und kauften in den Monaten April bis Juni besonders viel Gold, auch für die Herstellung von Schmuck und Münzen. Laut chinesischem Produzentenverband wurden zum Beispiel von China mehr als 700 Tonnen Gold auf dem Weltmarkt nachgefragt. Das ist etwa 50 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.