Es klingt ungeheuerlich: Athen plagen 350 Milliarden Euro Schulden. Viele befürchten, dass es bald zu einer Staatspleite kommt. Doch was würde das eigentlich bedeuten? Aber wann ist ein Staat pleite? Und welche Auswirkungen kämen auf das restliche Europa zu? Die wichtigsten Fragen und Antworten.
Griechenland kann sich an den Finanzmärkten kein Geld mehr leihen. Athen sitzt auf Schulden in Höhe von 350 Milliarden Euro, das entspricht bald 160 Prozent der Wirtschaftsleistung. Bleibt die nächste Kapitalspritze vom Internationalen Währungsfonds (IWF) aus, dann sitzt die Regierung Papandreou im Juli auf dem Trockenen. Die Ratingagentur Standard & Poor's hat den Daumen bereits gesenkt und dem Land gerade eine Kreditwürdigkeit von CCC attestiert, also mangelhaft. Man rechnet mit einem Zahlungsausfall.
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Dem Euro-Land Griechenland droht die Pleite. (© dpa)
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Was bedeutet das für Land und Gläubiger? Die Süddeutsche Zeitung beantwortet die wichtigsten Fragen.
Wann ist ein Staat pleite?
Ein Staat ist pleite, wenn er seine Schulden nicht mehr aus eigener Kraft begleichen kann. Im Unterschied zu Unternehmen gibt es für Regierungen aber keine juristische Definition für ein Staats-Insolvenzverfahren. "Es bleibt daher jedem einzelnen Staat selbst überlassen, wann er sich so sehr in der Enge fühlt, dass er mit diesem Bekenntnis, seine Schulden nicht mehr decken zu können, an die Öffentlichkeit tritt", erklärt Christoph Paulus, Professor für Insolvenzrecht an der Berliner Humboldt-Universität.
Argentinien sei vor zehn Jahren "wie ein Stier auf den Torero" losgegangen und habe sich für zahlungsunfähig erklärt. "Griechenland versucht sich - hingehalten durch die Rettungspolitik der Eurozone - mit der EU auf Sparmaßnahmen zu einigen, um im Gegenzug Kapital zu erhalten."
Was passiert nach einer Staatspleite?
Generell kommt es meist zu einer Kettenreaktion an den Märkten, was die Situation zunächst noch schlimmer macht für das betroffene Land. Kapital wird abgezogen, Gläubiger wollen ihre Schulden. "Es werden binnen Kürze weltweit Klagen gegen das betreffende Land angestrengt, weil es gegenüber vielen Gläubigern Vertragsverletzungen begeht, wenn es die Zahlungen einstellt", so Paulus.
Was bringt eine Umschuldung im Fall Griechenlands?
Im Rahmen einer Umschuldung wird in der Regel die Rückzahlung nach hinten verschoben und/oder es werden niedrigere Zinskonditionen vereinbart, um dem Schuldnerland die Tilgung zu erleichtern. Die Europäische Union möchte auch die privaten Gläubiger wie Banken und Versicherungen einbinden. Diskutiert wird ein sogenanntes Roll-over-Verfahren. Hier bekommen Gläubiger auslaufende Anleihen ausbezahlt; dieses Geld soll dann aber sofort wieder an Griechenland verliehen werden - das nennt man Wiener Modell.
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Sie wollen nicht ernsthaft behaupten, Poste hätte was sinnvolles geschrieben, was wir "Neidbürger" nur nicht erkannt haben?
Öhm... hust...
Die Rettung der HRE war teurer, oder irre ich mich?
wie so viele andere Foristen haben Sie in Ihrem Männerwohnheim nur Zugriff auf uralte Bildzeitungen. Und so sind Sie mit Fehlinformationen zugemüllt.
Griechen arbeiten 600 Stunden im Jahr länger als Deutsche und gehen mit durchschnittlich 62,5 Jahren in Rente, wie die Deutschen. Sie haben weniger Feier- und Urlaubstage, aber das bessere Wetter. Dafür schulden sie uns was.
meinGott cj, haben sie wieder einen Anfall ?
sie vergessen bei ihrer Aufzählung mal wieder den Super-Schuldenmacher G.W.B. der USA, absoluter Rekord, ohne ihn wäre der Welt einiges erspart geblieben...
und wieder mal die Sozialdemokraten, nicht zu glauben wie wenig Geschichtskenntnis sie haben... die deutschen Sozialdemokraten haben unter den Diktaturen besonders gelitten, sind aber nie umgefallen... was man von anderen Parteien nicht sagen kann...
Was macht ihre Firma werden sie diese Woche nicht gebraucht?
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