Deutsche-Bank-Chef Ackermann verdient prächtig. Darüber mag sich mancher aufregen - schlimmer aber ist, dass die Aufseher des Instiuts vor den Investmentbankern eingeknickt sind.
Natürlich regt diese Nachricht auf: Josef Ackermann erhält für seine Arbeit im letzten Jahr 9,5 Millionen Euro. Der Chef der Deutschen Bank verdient nach dem mageren Jahr 2008 wieder viel Geld, auch wenn zum Rekordgehalt von 14 Millionen im Jahr 2007 noch einiges fehlt. Haben die Aufsichtsräte der Deutschen Bank - denn die befinden über Vorstandsgehälter - wirklich nichts gelernt?
Ackermann bekommt viel Geld - doch ein Großteil davon steht unter einem Auszahlungsvorbehalt. Bei den Investmentbankern des Instituts ist das anders. (© Foto: dpa)
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Doch, das haben sie, denn Ackermanns Gehalt und das seiner Vorstandskollegen steht zum Großteil unter einem Auszahlungsvorbehalt. Rund 70 Prozent werden erst über die nächsten Jahre ausbezahlt, aber auch nur dann, wenn bestimmte Ergebnisziele erreicht werden. Ansonsten ist der Bonus weg.
Das ist auch die richtige Reaktion auf die Finanzkrise: Banken müssen nachhaltiger arbeiten, und das tun sie am ehesten, wenn die Vorstandsgehälter an langfristige Erfolge gekoppelt sind.
Aber noch immer verdienen die Investmentbanker der Deutschen Bank viel Geld, mancher sogar deutlich mehr als ihr Boss Ackermann.
Gerade das Investmentbanking kann besonders risikoreich sein, wie die Finanzkrise zeigte: Die Verbriefung von US-Immobilienkrediten spülte hohe Boni auf die privaten Konten der Investmentbanker. Doch als die dadurch verursachte Blase platzte, mussten sie, die Verursacher, nichts von ihren Millionen zurückgeben.
Der Deutsche Bank-Aufsichtsrat hätte deshalb auch die Investmentbanker an die Kandare nehmen müssen. Das Gremium tat es nicht, weil es sich der Macht dieser Berufsgruppe beugte. Darüber kann man sich aufregen.
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(SZ vom 17.03.2010/hgn)
Entspannter Vierbeiner
PS: Also in Fachmedien und nicht irgendwelchen wilden Blogs...
Ja genau - du hast Recht und ich meine Ruhe! Die Regierung ist böse und verprasst unser Steuergeld wo sie nur können... lies dich lieber nochmal ganz genau in die Materie des Insolvenzrechts (das hier ansich nicht greift weil die HRE nicht abgewickelt wird) und in den Spezialfall HRE ein. ;-)
17.03.2010 16:15:26
@ Who hogs all the names
falls Sie gefüttert werden wollen, wenden Sie sich an Mama.
Ja, die 41 Milliarden waren die Beteiligungen der Gläubiger, die sie nach Insolvenzrecht fast komplett verloren hätten. Nur hat sie der Staat mit Steuerzahlergeld eben mal komplett ausbezahlt (mit dem Vehikel der Verstaatlichung). Mir geht es ausschliesslich um dieses Steuerzahlergeld, das an Unternehmen geflossen ist, die teilweise wieder prächtige Gewinne machen. Wofür? Warum wurden sie entgegen geltendem Recht in voller Höhe entschädigt?
P.S. Die Aktionäre tun mir im Übrigen auch nicht leid. Wer sein Geld an der Börse anlegt, sollte auch die Risiken der jeweiligen Anlage abschätzen können.
Ja stimmt - es ist falsch, das eine Bank nicht Bankkrott geht sondern in diesem Fall zum Glück vom Staat gerettet wurde. Ich bezog mich aber eher auf den Fall Lehmann (dort wo Privatanleger Kapital verloren haben) dort haben alle ein Recht auf ihr Stückchen vom großen Insolvenzkuchen... ;-)
PS: Die HRE hatte keine nichtinstitutionellen Kunden, also auch kein "abgezockter" Anleger - nur enttäuschte Aktionäre die sich dem Totalverlustrisiko hätten bewusst sein müssen!
PPS: Die 41Mrd die an die MüRück und die Allianz geflossen sind, waren deren Beteiligungen die die BRD übernommen hat und keine Forderungen - dabei ging es darum das Unternehmen zu verstaatlichen! Also immer schön bei den Fakten bleiben...
Paging