Wurstliebhaber Nowitzki: So glücklich, wie es Menschen nur in Werbefilmchen sind. (© Screenshot: ING-DiBa)
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Die ING-DiBa hat einen neuen Werbespot, wie immer mit Dirk Nowitzki. Der große Dirk geht dabei in eine Metzgerei, bekommt ein Stück Wurst geschenkt, und alle sind so glücklich, wie Menschen es nur in Werbefilmchen sind.
Doch manche wollen der Bank dieses Glück nicht gönnen. Seit Tagen erlebt die Facebook-Seite der ING-DiBa einen Shitstorm. Vegetarier und Veganer laufen Sturm gegen die Bank und fluten die Facebook-Pinnwand mit Postings, die den Fleischkonsum kritisieren.
Oft löst ein solcher Shitstorm Panik in der Chefetage aus: Im Internet wird schlecht über uns geredet! Die Marke beschädigt! Doch hinter einer solchen Nervösität steckt ein grobes Missverständnis des Shitstorms.
Denn der hat in der Regel gute Gründe. Wenn die Leute über EU-Energiekommissar Günther Oettinger lachen, weil er so funny Englisch spricht, dann hat das eine klare Ursache: Er spricht einfach schlecht Englisch. Da hilft kein Online-Reputationsmanagement, um gehässige Youtube-Kommentare zu sperren. Da hilft nur Englisch lernen.
Shitstorm im Wasserglas
Hat ein Unternehmen einen Fehler gemacht, steht es also zu Recht in der Kritik, selbst wenn diese dann hässlich wird. Wird das Malheur dann korrigiert, kann sich ein Verantwortungsträger persönlich vor die Meute stellen und sagen: Es tut uns leid, wir haben einen Fehler gemacht, wir geloben Besserung. Das wäre die ideale Reaktion.
Nur: Die ING-DiBa hat nichts falsch gemacht. Die Banker haben kein Schwein brutal vor ihrer Zentrale in Frankfurt geschlachtet, sondern nur Fernsehwerbung geschaltet. Das ist der Grund, warum der Shitstorm im Wasserglas tobt.
Wichtig auch: Die Vegetarier-Posting sieht der normale Facebook-Nutzer nur, wenn er danach sucht oder mit den Aktivisten auf Facebook befreundet ist. Wer also ein Facebook-Fan der ING-DiBa ist und nie die Pinnwand aufsucht, bekommt von der Debatte nichts mit, außer durch Medienberichte. Und wer sucht schon die Facebook-Pinnwand einer Bank auf, um mit Fremden zu diskutieren? Ein Shitstorm kann so in der Konzernzentrale schlimmer wahrgenommen werden, als er tatsächlich ist.
Solidarisierung? Falsch, das Argument zieht einfach nicht
Die Bank hat sich entschieden, sich aus der Debatte herauszuhalten: "Wir wollen nichts zensieren und sind für eine freie Diskussion", sagt ein Unternehmenssprecher. Auf der Facebook-Seite hat die Bank ein kurzes Statement versteckt, das nur Leute sehen, die die Seite zum ersten Mal besuchen oder direkt aufrufen und dann etwas runterscrollen: "Wir als ING-DiBa appelieren an Sie, unterschiedliche Meinungen mit größtmöglichem Respekt zu behandeln." Man sei weiter eingeladen, seinen Standpunkt zu vertreten.
Mittlerweile gibt es auch diverse Postings, in denen die Vegetarier Ziel der Kritik sind. "Der Ton der hier von den Veganern rüberkommt, ist sehr anmassend und aggressiv und mitunter extrem beleidigend", schreibt ein ausgeglichener User, der allerdings betont, dass es auch nette Vegetarier gibt, genauso wie unfreundliche Fleisch-Esser. Über solche Einträge freut sich das Unternehmen: "Völlig ohne Aufforderung haben sich unsere Kunden mit uns solidarisiert. Diese zufriedenen Kunden sind der Kern unserer starken Marke", sagt der Sprecher. Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass die Vegetariar-Argumente bei vielen nicht ziehen.
Eine Facebook-Seite ist ein Marktplatz
PR-Strategen kritisieren die ING-DiBa. Die Bank agiere nicht souverän und gelassen, sondern verhalte sich recht unprofessionell. Sie müsse sich einmischen: "Mir fehlt in dieser hysterischen Debatte die Stimme des Unternehmens als Moderator", schreibt der Münchner PR-Mann Klaus Eck. Sonst sei Trollen Haus und Hof geöffnet.
Diese Analyse hat einen Haken: Sie sieht die Facebook-Seite als Unternehmenseigentum, die Wahrnehmung der User ist allerdings anders. Sie posten, schreiben und unterhalten sich wie in einem öffentlichen Raum.
Soziale Netzwerke sind neue Marktplätze im wahrsten Sinne. Auf diesen Seiten treffen sich die Leute und reden miteinander. Es ist also wichtig, dass Unternehmen auf diese Plätzen schauen, was passiert, wie sie schon immer einen Stand auf dem Marktplatz hatten. Aber nicht jeder böse Blick eines Passanten, nicht jedes unfreundliche Posting ist ein schädlicher Angriff, den man wegmoderieren muss. Wie jetzt bei der ING-DiBa ist es manchmal: einfach nur Wurst.
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(Süddeutsche.de/joku)
Für die Produktion von einem Kilo Fleisch braucht man 16 Kilo Getreide. 70% der Weltgetreideproduktion werden jährlich an Nutztiere verfüttert, statt mit dem Getreide Menschen zu ernähren, die Hunger leiden. Denn alle 3 Sekunden stirbt ein Kind an Unterernährung!!
Trinkwasser:
15.500 Liter Wasser = 1 Kilo Fleisch.
900 Liter Wasser = 1 Kilo Kartoffeln
Die Hälfte des weltweiten Trinkwassers geht in die Massentierhaltung. Für ein Kilo Rindfleisch werden 15.500 Liter Wasser verbraucht. Das entspricht 21 Jahre Trinken. Jeden Tag 2 Liter!
auf gewisse Dinge zu verzichten, muss stets in einem selber wachsen. Noch bevor ich selber Vegetarier wurde, sind mir viele Menschen begegnet, die mit ähnlicher Überzeugung und Vehemenz auf Änderung des Verhaltens drängten. Das ist alles nichts wert. Den Entschluss zu diesem Schritt muss jeder für sich selber entdecken und da hilft nur eine gesunde, vernünftige und rational agierende Aufklärung. Fleischkonsumenten durch Kommentare und Anschuldigungen überzeugen zu wollen ist eine große Illusion und treibt die Lager höchstens weiter auseinander.
kommt aus ihrem Engagement, die großen Übel, die die Fleischesser in der Welt anrichten und die für große Teile des Hungers in ihr verantwortlich sind, endlich zu beenden. Informationen hierüber gibt es genug und trotzdem wollen die Fleischesser nicht einsehen, daß sie für viele Verhungerte verantwortlich sind.
Ihre Sucht schafft Elend: Das ist das Problem!
Und nun kommt dazu noch die Autosucht: Ackerflächen verschwinden zum Anbau von Sprit, noch mehr Hunger entsteht. Auch diese Leute werden sagen: Ich liebe mein Auto, den Hungernden wird Gott helfen.
und zwar dass was sie in diesem Artikel schreibt und beendet die dauernde Zensur in diesem öffentlichen Raum, der da zufällig SZ Forum heißt?
@bernhard1964 @chris2010, tolerante Vegetarier
Ich bin selbst Vegetarier, diese Stück letztens von den Spiegel-Online-Kollegen fand ich trotzdem lesenswert: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,797858,00.html
Indonesische Ethnologie-Studenten haben die Religiosität von Veganern untersucht.
@DAMerrick: "Die Autorin hat ganz recht"
Die Autorin? ;-) Der Witz hat 'nen Bart (haha).
Grüße aus der Redation
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