Ein lautmalerisches Wort aus der Sesamstraße hatte das Nachsehen: Die American Dialect Society kürte lieber einen Technik-Begriff zum Wort des Jahres.
Was den Deutschen ihr "Wutbürger", ist den Amerikanern die "App". Die Kurzform für das englische Wort Application wurde jetzt von der American Dialect Society zum Wort des Jahres 2010 gewählt. Apps sind Mini-Programme, die Mobilbetreiber für Smartphones und Tablet-PCs anbieten.
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Ähnlich wie die Gesellschaft für deutsche Sprache kürt die aus Sprachwissenschaftlern und Autoren bestehende American Dialect Society jedes Jahr einen Begriff, der die gesellschaftlichen Debatten entscheidend geprägt hat.
Vor allem der Apple- Werbeslogan "There's an App for that" mit seiner milliardenschweren Marketingkampgane dahinter habe dafür gesorgt, dass das Wörtchen inzwischen in aller Munde sei, so die Jury in ihrer Begründung. Zudem wisse jetzt auch die eigene Großmutter, was eine App sei, so ein Jurymitglied. Und das sei doch das überzeugendste Argument .
Vorschläge für das Wort des Jahres kann jeder Bürger einreichen. "App" setzte sich in diesem Jahr unter anderem gegen "Wikileaks" , "junk" und den aus der Sesamstraße stammenden, lautmalerischen Begriff "nom" als Bezeichnung für leckeres Essen durch.
Die American Dialect Society wählt bereits seit 1990 die Wörter des Jahres, Begriffe aus der IT-Welt werden - anders als in Deutschland - dort gerne gekürt. So war "Tweet" das Wort des Jahres 2009 und "Google" das Wort des Jahrzehnts.
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(sueddeutsche.de/mri/joku)
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"nom" ist keineswegs die Bezeichnung fuer leckeres Essen. "nom" hat sich im Internet komplett anders Entwickelt. Ich wusste zwar nicht, dass es der Sesamstrasse entsprungen ist, aber es bezeichnet den Vorgang des provokativen schmatzens.
Es kann sowohl in leckerer and auch in wiederlicher Verbindung gebraucht werden.
Angenommen man sieht bei Flickr ein Bild, was etwas nicht ganz schmackhaft aussieht. Ein sogenannter "Troll" wird darauf durchaus "nom nom nom" kommentieren :)