Update für Microsoft-Betriebssystem Das ändert sich bei Windows 10

Die meisten Änderungen bei Windows 10 sind kosmetischer Natur - schließlich ist das Betriebssystem noch recht jung.

(Foto: AFP)

Das erste große Update für Windows 10 ist da. Was bei Aktivierung, Synchronisation und Optik neu ist.

Von Sara Weber

Aktivierung

Für alle, die Windows 10 noch nicht installiert haben, wird die Aktivierung leichter. Wer bereits eine Version von Windows 7, 8 oder 8.1 besitzt, kann noch bis Ende Juli 2016 kostenlos auf das neue System umsteigen.

Bisher mussten Nutzer bei der Neuinstallation zuerst eine Vorgängerversion von Windows 10 installieren, um dann kostenlos ein Upgrade zu bekommen. Das ist jetzt nicht mehr nötig: Wer einen Produktschlüssel für Windows 7, 8 oder 8.1 hat, kann mit diesem Windows 10 aktivieren - auch wenn auf der Festplatte noch keine ältere Version aufgespielt ist.

Wer bereits Windows 8 oder 8.1 installiert hat, muss keinen Aktivierungsschlüssel mehr eingeben, um auf Windows 10 upzugraden, diese Information holt sich Windows 10 jetzt selbst aus dem System.

Startmenü

Im Startmenü wird Werbung für empfohlene Apps angezeigt. Wer auf so eine Anwendung klickt, kommt zum Windows Store und kann die App dort installieren. Diese Werbung lässt sich deaktivieren unter Einstellungen > Start > Gelegentlich Vorschläge im Startmenü anzeigen.

Ein Rechtsklick auf einige Kacheln im Startmenü öffnet ein erweitertes Menü, über das auf bestimmte Funktionen zugegriffen werden kann, ohne die Anwendung selbst zu öffnen. In Browsern wie Firefox kann der Nutzer beispielsweise direkt vom Startmenü aus häufig geöffnete Seiten einsehen oder einen neuen Tab öffnen.

Ein Fehler wurde beseitigt: Wer mehr als 512 Programme installiert hatte, bekam diese nicht alle im Startmenü angezeigt. Dieses Problem ist behoben, es können jetzt bis zu 2048 Live-Kacheln angezeigt werden.

Cortana

Das kann Windows 10

Microsoft bringt sein neues, geräteübergreifendes Betriebssystem Windows 10 auf den Markt. Was es kann, wie gut die neue Sprachassistentin Cortana funktioniert und was man vor dem Update beachten sollte. mehr... Videotest

​Der Sprachassistent ist ab sofort auch ohne Microsoft-Account nutzbar. Er soll Informationen aus handschriftlichen Notizen auslesen können und künftig besser an Termine erinnern. Erlaubt man Cortana etwa, auf die E-Mails zuzugreifen, erkennt der Assistent, wenn eine Kaufbestätigung für Kinokarten eingegangen ist und erinnert zwei Stunden vor Filmbeginn daran.

Edge

Erstmals ist beim neuen Windows-Browser die geräteübergreifende Synchronisation von Favoriten und Artikeln aus der Leseleiste möglich. Einzige Voraussetzung: Auf den Geräten muss die neueste Version von Windows 10 laufen. Damit bekommt Edge ein Feature, das bei anderen Browsern wie Firefox oder Chrome bereits Standard ist. Die Funktion muss extra aktiviert werden, unter Einstellungen > Konten > Einstellungen synchronisieren.

Außerdem bekommt Edge eine Streaming-Funktion, mit der Fotos, Videos oder Musik auf dem Fernseher geschaut werden können. Dies funktioniert jedoch bislang nicht bei geschützten Inhalten wie Filmen von Netflix oder Amazon Instant Video.

Ebenfalls neu ist die Tab-Vorschau: Fährt man mit dem Mauszeiger über einen Tab, zeigt der Browser eine Vorschau der Website an.