Ebay zwingt viele Verkäufer, den Bezahldienst Paypal zu nutzen - nun nimmt das Bundeskartellamt diese Praxis unter die Lupe.
Das Bundeskartellamt hat eine Untersuchung gegen den Internethändler Ebay eingeleitet. Ebay verpflichtet immer mehr Verkäufer, den konzerneigenen Bezahldienst Paypal anzubieten.
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Darf Ebay seine Marktstellung ausnutzen, um seinem Dienst Paypal Kunden zu verschaffen? (© Foto: AP)
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Das Kartellamt prüfe, ob das Internet-Unternehmen dadurch einen Wettbewerbsverstoß begehe, sagte das Bundeskartellamt der WirtschaftsWoche. Seit Donnerstag verpflichtet Ebay alle Verkäufer mit weniger als 50 Bewertungspunkten, Paypal anzubieten. Dies betrifft vor allem private Anbieter und Gelegenheitsnutzer.
Bei der Nutzung von Paypal entstehen den Online-Verkäufern zusätzliche Gebühren von bis zu 3,9 Prozent vom Verkaufspreis. "Die Beschwerden über Ebay haben sich gehäuft", sagte ein Sprecher des Bundeskartellamtes der WirtschaftsWoche.
Daher werde nun geprüft, ob Ebay seine Marktposition missbrauche. Es sei aber noch nicht eindeutig klar, ob Ebay eine Markt beherrschende Stellung besitze, da es große Wettbewerber wie Amazon gebe, so das Bundeskartellamt. 2008 hatte das Bundeskartellamt bereits die damals erweiterte Paypal-Pflicht für gewerbliche Händler geprüft, jedoch keine weiteren Schritte eingeleitet.
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(dpa/sueddeutsche.de/joku/gal)
OB-Kandidatin Nallinger
Auch wenn das für den Verkäufer finanzielle Zusatzaufwendungen bedeutet so hat der Käufer durchaus Vorteile.
Seit 1999 bin ich trotz größter Vorsicht um rund 500 betrogen worden. Wenn es immer schon Paypal gegeben hätte wären das vielleicht noch 10 Euro gewesen. Gerade die Tage wieder sparte ich wegen der Paypal Zahlung 38 Euro weil der Verkäufer zwar behauptet geliefert zu haben aber es nicht belegen kann.
Es schadet m.E. überhaupt nicht daß es Paypal gibt. Meine Daten bleiben geheim, die Zahlung geht blitzartig, der Verkäufer hat sein Geld sehr schnell und verkauft umso mehr. Es sind also nicht nur Nachteile.
"26.02.2010 14:43:36
chrisvha:
Ich sehe es als einen Vorteil bei Ebay mit PayPal zu zahlen. Auf jedem Fall habe ich dabei immer ein sicheres Gefühl, Die Monopolstellungm ist eher ein Problem für andere Zahlanbieter."
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Das ist für Käufer sicher interessant, da ein Versicherungsschutz ohne Gebühren geliefert wird. Paypal wälzt über Zwang die Gebühren hier auf den Verkäufer ab. Wie auch immer, niemand ist gezwungen über ebay zu verkaufen. Manche private Verkäufer werden es spätestens dann merken, wenn sie nach einer Auktion ihre Ware verkauft haben, Geld draufgelegt haben und nur Arbeit hatten. Sie sind dann ärmer, sie sind die Dummen die kostenlos für das Unternehmen ebay gearbeitet haben. Wenns ganz dumm kommt holt sich Pay Pal die Kaufsumme zurück. Notfalls mit Gerichtsvollzieher. Ich glaube spätestens nach so einer Erfahrung ist man von ebay geheilt.
Nebenbei sei noch angemerkt, daß bevor ebay Pay Pal kaufte, ebay noch selbst einen Käuferschutz ab einem Auktionspreis von 20 EUR anbot. Das hatte ebay ratzefatz eingestellt, als ebay Pal Pal geschluckt hatte um noch mehr Geld den Kunden abknöpfen zu können. Denn vorher bestritt das Unternehmen den Käuferschutz nur aus den üblichen ebay-Gebühren, die noch dazu viel niedriger lagen als heute. Es waren einmal sowas um 5%, mittlerweile kommt man mit allem drum und dran auf ca. 10% und man zahlt seinen Käuferschutz noch obendrauf.
Nicht daß ich es nicht verstehen würde. ebay hat ja recht, es will Gewinne erwirtschaften. Die frage ist halt, ob mittlerweile die Monopolstellung genutzt wird, um derart dreist die Preise diktieren zu können.
Pay Pal ist ebay. Ebay erwirtschaftet über sein Auktionshaus seit Jahren schon weniger Gewinne als über Pay Pal. Pay Pal ist der Bringer für das Wirtschaftsunternehmen ebay. Wenn es irgend eine Personifizierung von ultimativer Gier und Verarschung gibt, dann sei der Name ebay. Das was ebay hier abzieht ist alleine mit der unterschwelligen Einführung rechtlicher Quasistandards (die aber mit unserem Rechstsystem nichts zu tun haben) und Kundenbevormundung ein Unding.
Schön, daß sich das Bundeskartellamt um die Sache kümmert.
Paypal mag durchaus Vorteile bieten, aber die Gewährung oder Nutzung sollte der Verkäufer/Käufer entscheiden, und nicht ebay!
Einer solch unverschämten Anforderung, erst recht wegen der Verknüpfung der beiden Unternehmen ebay und Paypal, sollte das Bundeskartellamt eine klare Absage erteilen.
@ baluhfs: Das glaube ich nicht, es gibt EU-weite Verbraucherschutzrichtlinien.
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