Wieder einmal hechelt die Branche Apple hinterher. Sie haben es geschafft, dass User ihre Handys immer mehr als Spielgeräte verwenden.
Auf den ersten Blick sind sie in den Hallen der Gamescom nicht zu sehen: Dort sorgen andere Titel für Krach und buntes Flackern auf den riesigen Bildschirmen. Trotzdem sind sie bei der Videospielemesse in Köln mit von der Partie - und zwar mehr denn je.
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Handy-Spiele haben durch das iPhone an Beliebtheit gewonnen. (© Foto: dpa)
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Handy-Spiele haben Fahrt aufgenommen. Dass sie nach ihrem jahrelangen Nischendasein jetzt immer wichtiger werden, haben sie in erster Linie einem zu verdanken: dem iPhone von Apple.
Zwei wichtige Wachstumsbereiche gebe es derzeit in der Welt der Videospiele, ließen die Marktbeobachter von A.T. Kearney vor der Gamescom verlauten: das Online-Segment und Mobile Gaming, womit nicht das Daddeln auf tragbaren Konsolen gemeint ist, sondern auf Handys und Smartphones. "Angeheizt wird das Wachstum vor allem von neuen Geräten - hier ist das iPhone Trendsetter - und den neuen Online-Marktplätzen, den sogenannten App-Stores", sagte Florian Dickgreber, Spiele-Experte bei dem Unternehmen in Düsseldorf.
Gelegenheitsspieler als Zielgruppe
Die Titel kommen zum einen von kleinen Anbietern und aus der Casual-Bereich. Die Zielgruppe sind hier Gelegenheitsspieler. Da ist etwa der 2008 gegründete Publisher Games Campus Cologne. Er bietet den Fitness-Titel "Personal Trainer" für das iPhone an. Dabei können Kunden morgens kurz das Smartphone zücken und nachsehen, was der "Vier-Wochen-Plan" gegen überschüssige Pfunde für den Tag vorsieht.
Aber auch große und bekannte Anbieter sind mit von der Partie: "Electronic Arts und Sega haben sehr erfolgreiche Titel für das iPhone auf den Markt gebracht", sagt Olaf Wolters vom Spiele-Branchenverband BIU. Während Sega mit "Super Monkey Ball" am Start ist, will Electronic Arts (EA) mit "Die Sims 3", der Golf-Simulation "Tiger Woods PGA Tour 10" oder auch mit einer Umsetzung des Brettspiels "Cluedo" punkten.
EA bietet schon seit längerem Spiele für Handys an - darunter sind Umsetzungen durchaus hochkarätiger Titel aus dem Sortiment der PC- und Konsolenspiele. Warum wurden sie nicht zu Hits? Schließlich waren sie mit Preisen von in aller Regel maximal fünf Euro nicht teuer - und Zeit an der Haltestelle oder im Zug totzuschlagen, hatten Handybesitzer auch schon damals.
Laut Heiko Gogolin von der Videospielezeitschrift GEE gibt es zwei Gründe dafür: Zum einen hätten es sich etliche Anbieter mit potenziellen Kunden verscherzt, indem sie Spiele für Handys zu ähnlichen Bedingungen angeboten haben wie Klingeltöne, etwa im Rahmen von Abos. "Da waren die Leute misstrauisch." Zudem sei das klassische Handy schlichtweg wenig zum Spielen geeignet. Schließlich wurden die Tasten nicht für Daddler konzipiert.
Darüber hinaus setzten die teilweise winzigen Bildschirme der grafischen Darstellung enge Grenzen. Hinzu kommt: Wer bisher Handy-Spiele entwickelte und es nicht nur für Modelle einer ganz bestimmten Marke anbieten wollte, musste es an die verschiedensten Plattformen anpassen. Im Fachjargon heißt das portieren. "Und sowohl die Hard- als auch die Softwarevoraussetzungen haben sich ständig geändert", sagt Olaf Wolters.
Steuern auf dem Touchscreen
Jetzt besteht mit dem iPhone eine erfolgreiche und auf absehbare Zeit stabile Basis. "Das ist genau das, was die Entwickler brauchen", sagt Wolters. Die Spieler finden diese Basis mit Apples App-Store: Nur dort und nicht mehr bei Anbietern, deren Geschäftsmodelle man nicht genau kennt, werden iPhone-Titel heruntergeladen.
Bei allen Bedenken, die Konsumenten angesichts eines solchen Monopols haben können, sagt Heiko Gogolin: "Das System ist zentral und einfach." Sind die Spiele erst auf dem iPhone oder dem iPod Touch, für den sie meist auch angeboten werden, sind viele bisherige Einschränkungen vergessen. "Das Steuern funktioniert auf dem Touchscreen viel besser als mit Tasten, die zum Telefonieren da sind", sagt Gogolin.
Ein weiteres Plus ist der eingebaute Bewegungssensor. Er ermöglicht das Steuern, indem Spieler das Gerät neigen. "Der Sensor stellt spezielle Anforderungen, und deshalb gibt es viele Titel exklusiv für das iPhone", erläutert Olaf Wolters. Das heißt aber nicht, dass Besitzer von Nokia- oder auch Samsung-Smartphones auf die Daddelei zwischendurch verzichten müssen. Auch für sie gibt es Spiele in jeweils eigenen Portierungen.
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(Florian Oertel, dpa/cf)
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... und noch einmal: Danke! Bei der Hitze hecheln wir wohl etwas hinterher... :-)
Einen schönen Abend wünscht
der Moderator
Lieber Moderator,
im Teaser steht der Fehler noch so drin. ;-)
Lieber Rhinelander,
vielen Dank für den Hinweis. Wir haben den Fehler selbstverständlich ausgebessert.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Moderator
Oh ja, wahrlich hächelt die Branche. Waren es früher Milliardenumsätze, müssen sich die Gaming-Produktionsfirmen nun mit Hunderten Millionen zufriedengeben. Da würde selbst der zufriedenste Hund/Manager hächeln.
Huih, wie ist das iPhone toll - das hat sogar einen Bewegungssensor. Im Ernst, den haben andere auch und mit Android gibt es jetzt ein Mobiles OS, dass nicht nur die Apps zulässt, die Herrn Jobs genehm sind.
Paging