Cyber-Angriff auf Vodafone in Island Hacker stellen SMS von Politikern ins Internet

Erneut kommt Vodafone wegen abgefischter Daten ins Gerede: Hacker haben 70.000 SMS von isländischen Kunden veröffentlicht.

Cyber-Kriminelle haben Vodafone in Island angegriffen und 70.000 SMS veröffentlicht. Darunter sind auch Textnachrichten von prominenten Politikern.

Vodafone ist erneut Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Unbekannte griffen die Website des Mobilfunk-Konzerns an und stellten SMS-Nachrichten ins Netz. Vodafone bestätigte die Attacke, die bereits in der Nacht zum Samstag stattfand. Die Website mit den veröffentlichten Kunden-SMS sei bereits geschlossen. "Es sieht so aus, als wenn die Hacker Zugriff auf sensible Daten hatten", teilte Vodafone in einer Pressemitteilung mit. Zusammen mit Computerexperten wolle man nun prüfen, wie groß das Ausmaß des Angriffs sei.

Insgesamt wurden nach Berichten des isländischen Rundfunks RÚV SMS von 70.000 Kunden öffentlich gemacht, darunter auch Nachrichten von Ministern und Parlamentsabgeordneten. Außerdem seien persönliche Kundeninformationen und tausende Passwörter zugänglich gewesen. Vodafone hat seinen Kunden geraten, ihr Passwort zu ändern.

Vodafone hatte bereits vor einigen Wochen Probleme mit Hacker-Angriffen gehabt. Im September hatten Kriminelle massenhaft sensible Daten aus der Kundendatei des Mobilfunk-Konzerns abgefischt. Zwei Millionen Stammdaten von deutschen Vodafone-Kunden wurden damals gestohlen - darunter Adressen, Geburtsdatum, Kontonummer und Bankleitzahl.