Teure Virenprogramme versprechen Rundum-Schutz für den PC - doch es gibt längst kostenlose Alternativen, die der etablierten Software in nichts nachstehen.
Sie lauern da draußen im Internet: Viren, Würmer, Hacker und Phischer. Wer seinen Rechner nicht schützt, handelt fahrlässig - vor allem, weil die notwendigen Programme nicht unbedingt Geld kosten müssen.
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Guter Schutz muss nichts kosten: Gratis-Virenscanner bieten Alternativen zu kostenpflichtigen Programmen. (© AVG)
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Allerdings gibt es nicht immer Gratislösungen aus einem Guss. Manchmal muss der Anwender mehrere kostenfreie Programme installieren, um auf der sicheren Seite zu sein. "Man kann auch mit kostenlosen Programmen Sicherheit herbeiführen", sagt Matthias Gärtner, Sprecher des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn.
Das bestätigt auch ein aktueller Test der in Hannover erscheinenden Computerfachzeitschrift c't. Dabei lieferten vier von sechs Kostenlos-Programmen sehr gute Ergebnisse. Viren, Trojaner oder Rootkits entfernten alle kostenlosen Scanner relativ mühelos.
Später Alarm
"Die beiden größten Mankos der kostenlosen Virenscanner sind künstlich verlängerte Signatur-Update-Intervalle. Die Aktualisierungen finden also nicht alle paar Stunden, sondern nur etwa einmal am Tag statt, und auch die Verhaltenserkennung lässt meist zu wünschen übrig", erklärt c't-Redakteurin Christiane Rütten.
Der erste Nachteil, die verzögerten Aktualisierungen der Signaturen, ist nach Angaben der Expertin nicht so gravierend. Denn die Erkennung der Signaturen von Viren, eine Art Fingerabdruck der Schädlinge, sei nur eines von mehreren Verfahren, um Schadprogramme zu identifizieren. "Daneben gibt es noch die Heuristik, also die statistische Analyse, und die Verhaltenserkennung", erklärt Rütten.
Der zweite Nachteil, die bei einigen kostenlosen Virenscannern fehlende Verhaltenserkennung, ist dagegen ein größeres Problem. Denn die Erkennung schlägt Alarm, wenn ihr Aktionen eines Programms verdächtig vorkommmen.
Rütten empfiehlt deshalb, zusätzlich eine kostenlose Software für die Verhaltenserkennung wie Threatfire zu installieren, wenn der Gratis-Virenscanner diese Funktion nicht bietet. Wichtig ist auch der Schutz vor sogenannten Drive-by-Infektionen.
Gute Erkennungsraten kostenlos
Dabei handelt es sich um das unbeabsichtigte Herunterladen von Schadprogrammen während des Surfens im Internet. Programme, die den Datenstrom in und aus dem Netz überwachen, sind zum Beispiel Avast Free Antivirus und AVG Anti-Virus.
Auch Avira AntiVir überzeugte im Test. Das Programm fiel durch seine Schnelligkeit auf und eignet sich damit neben Avast besonders für Netbooks, die meist leistungsschwächer sind.
Microsofts Security Essentials und Pandas Cloud Antivirus überzeugen mit besonders guten Erkennungsraten. Beide Programme sind laut c't-Test außerdem besonders für unerfahrene Anwender geeignet, da nicht viel eingestellt werden muss.
Nervige Pop-Ups
Ein kleiner Wermutstropfen der kostenlosen Scanner sind Pops-Ups, die für den Kauf der Vollversion werben. Allerdings ist die Intensität der Werbeeinblendungen von Programm zu Programm unterschiedlich, hat Christiane Rütten festgestellt.
Bei Avast sei die Werbung für die Vollversion zum Beispiel sehr dezent, Microsofts Security Essentials blende überhaupt keine Werbung ein. Nutzer kostenloser Antivirus-Software sollten auch bedenken, dass Werkzeuge wie Anti-Spyware- oder Firewall-Programme nicht unbedingt enthalten sind. "Man muss sich darum kümmern", sagt BSI-Sprecher Gärtner - also entsprechende Software zusätzlich installieren.
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(sueddeutsche.de/Sebastian Knoppik/dpa/holz)
Kuriose Schilder (4)
Zitat:
"Unterm Strich hab ich in 3 Jahren mehr Nerven bei Linux gelassen als in 20 Jahren Windows."
Das stimmt mit meinen eigenen Anfänger-Erfahrungen ansatzweise überein.
Zitat:
"Ja, für dieses ganze Dilemma kann Linux nichts, wenn die Hersteller ..."
Tja, willkommen in der Realität. Aber selber "proggen" können Sie bestimmt auch.
Zitat:
"... Und wenn man dann doch zu unvorsichtig war und Schadsoftware drauf hat, ist eine Neuinstallation auch an einem Nachmittag gemacht."
Eine Windows-Neuinstallation mitsamt aller Programme und AddOns an einem Nachmittag? Gratuliere...
Zitat:
"Unterm Strich brauche ich genauso viel oder mehr Zeit, um Grundvorgehensweisen für Linux zu erlernen, es zu installieren und v.a. Updates von Programmen vernünftig zu migrieren, ..."
Versuchen Sie es mit Ubuntu, und bemühern Sie fleißig die Foren. (Sonst die meisten Befehle ähneln denen von DOS stark - cp, mv, ...)
Ärgern Sie sich nicht so sehr
MfG
zack34
... es liegt am Editor mit der autom. Überprüfung, die einen um die Überprüfung der Inhalte bittet, zugleich jedoch offensichtlich (siehe oben) die angemeckerten Postings trotzdem aufnimmt.
MfG
zack34
Zitat:
"@chiquinho / zack34
Leider die 2 typischen Extrem-Sichtweisen - beide falsch oder unobjektiv."
Gnade, Herr Schulleiter. Wo Sie meinem Kommentar etwas "extremes" entnommen zu können glauben, das wird Ihr Geheimnis bleiben.
Zitat:
"Es gibt für Linux keine funktionierende Schadsoftware."
Unser SysAdmin (Institutsnetz: Suse Linux Pro, 7.3) durfte etwa 2001 an einem Sonntag erfahren, dass ein paar polnische Hacker sich aus gemütlicher Entfernung seiner Admin-Rechte bemächtigt... und aus dem Institutsnetz einen P.o_r.no-Server gemacht haben, das Rechenzentrum schlug wg. unendlichem Datendurchsatz Alarm. Das Linux-System war mehrfach mit Firewalls abgesichert, und verfügt wie jedes andere Linux-System über die Unix-typische und bewährte Zwiebelschalenphylosophie der Zugriffsrechte.
Zitat:
"Das hat rein gar nichts mit der weltweiten Häufigkeit der Nutzung zu tun,
sondern mit der Programmarchitektur. "
Stimmt. Aber - wer LESEN kann, ist klar im Vorteil.
Zitat:
"Bitte informieren; es gibt genügend Seiten dazu im Netz, die erklären, warum dies so ist."
Danke für den Tip.
Zitat:
"2. "Ja, es GEHT auch unter Linux, aber ...", trifft die ganzen halbgaren Sachen sehr gut.
Für spezielle Bereich hat man die A-Karte, was ich übrigens nicht mit Schadenfreude hinnehme, sondern was mich zutiefst ärgert!"
Das tut mir leid.
Zitat:
"Z.B. für Homerecording: Midi-Seqenzer: Fehlanzeige. Rosegarden ist eine Katastrophe.
Nicht-nativ kriegt man, wenn man Glück hat, Cubase zum Laufen u. vlt. noch ..."
Äähhm - was hat "das zum Laufen bringen einer bestimmten Anwendersoftware" mit
den diesbezüglichen Sicherheitsaspekten, die im redaktionellen Beitrag, wie in den
ersten zwei Kommentaren das Thema sind?
Zitat:
"..., frag ich mich, wozu ich mir dieses nicht-native, systemausbremsende Gefummel mit Wine antun soll?!"
Äähhmm - das weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Aber man merkt, dass es Sie sehr beschäftigt.
Zitat:
"Vernünftige WYSIWYG-Webentwicklung ... Und was Spiele (sic!) angeht, ... Nichts, aber nichts wirklich Unterhaltsames oder Brauchbares Stück 3D-Spiel läuft nativ."
Abgesehen von der Syntax - nochmal: was hat Ihr Anliegen mit dem redaktionellen Beitrag zu tun? Sonst gilt: "wirklich Unterhaltsames" gibt es nur im wahren Leben, unter Menschen.
Ende 1/2
Fortsetzung folgt...
... Free-AVG und Spybot&SD reicht völlig aus. Kostenpflichtige wie McAffe oder Norton erkennen tlw. sogar weniger.
@chiquinho / zack34
Leider die 2 typischen Extrem-Sichtweisen - beide falsch oder unobjektiv.
Es gibt für Linux keine funktionierende Schadsoftware. Das hat rein gar nichts mit der weltweiten Häufigkeit der Nutzung zu tun, sondern mit der Programmarchitektur. Bitte informieren; es gibt genügend Seiten dazu im Netz, die erklären, warum dies so ist.
2. "Ja, es GEHT auch unter Linux, aber ...", trifft die ganzen halbgaren Sachen sehr gut. Für spezielle Bereich hat man die A-Karte, was ich übrigens nicht mit Schadenfreude hinnehme, sondern was mich zutiefst ärgert!
Z.B. für Homerecording: Midi-Seqenzer: Fehlanzeige. Rosegarden ist eine Katastrophe. Nicht-nativ kriegt man, wenn man Glück hat, Cubase zum Laufen u. vlt. noch einige kleinere VST. Aber da besonders Sampler im Zusammenhang mit hochwertigen Samples oder Synthis an die Grenzen der CPU gehen, frag ich mich, wozu ich mir dieses nicht-native, systemausbremsende Gefummel mit Wine antun soll?!
Vernünftige WYSIWYG-Webentwicklung kann man unter Linux auch komplett vergessen. Es gibt keine brauchbaren Programme, die nativ laufen und in der Zeit, die für das Gefummel mit Wine oder Cedega drauf geht, könnte ich eben mal 8 Stunden arbeiten und mir davon bei Ebay nen XP-Key und ne alte Version Dreamweaver MX ersteigern.
Und was Spiele angeht, braucht man gar nicht erst anzufangen. Nichts, aber nichts wirklich Unterhaltsames oder Brauchbares Stück 3D-Spiel läuft nativ.
Unter Linux GEHT "alles", ja. Alles mit Abstrichen und mit viel Reibung. Unterm Strich hab ich in 3 Jahren mehr Nerven bei Linux gelassen als in 20 Jahren Windows.
Ja, für dieses ganze Dilemma kann Linux nichts, wenn die Hersteller nicht native Software proggen und ich wünsche mir, dass sich dies mal ändert, aber Tatsache ist nunmal, dass das Meiste unter Windows einfacher geht (setup.exe ... 2 min, fertig, läuft ohne Kompromisse), ist mit keinem Argument von der Hand zu weisen. Und wenn man dann doch zu unvorsichtig war und Schadsoftware drauf hat, ist eine Neuinstallation auch an einem Nachmittag gemacht. Unterm Strich brauche ich genauso viel oder mehr Zeit, um Grundvorgehensweisen für Linux zu erlernen, es zu installieren und v.a. Updates von Programmen vernünftig zu migrieren, geschweige denn, eine neue Kernel-Version zu inst.
Der Aufwand würde sich mehr lohnen, wenn es mehr nat
Abgesehen davon, dass Ubuntu und Suse Linux (-Distris) SIND... und der unangenehmen Tatsache, dass viele AV-Tools selbst zus., neue Löcher ins System reissen, von der HW-Auslastung ganz zu schweigen, sowie dass es sie längst auch in Linux-Versionen gibt (warum wohl...), ist die Behauptung, für Linux gebe es keine Malware schlicht und ergreifend falsch. Allein die zur Angriffsstatistik passende, weitaus grössere Verbreitung von anderen Systemen wie Windows, bedeutet nicht, dass nur die Letzterwähnten vor solchen Gefahren geschützt werden müssen.
Im übrigen - die meisten User mit infizierten Rechnern merken nie, dass darauf bösartige Software läuft... Und zuletzt: das System kann sehr wohl auch mit etwas Mühe und Aufwand auch ohne AV-Software ziemlich effektiv geschützt werden.
MfG
zack34
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