Betriebssystem Das kann das neue iOS 10 für iPhone und iPad

Vergangene Woche stellte Craig Federighi iOS 10 vor. Jetzt können Nutzer es herunterladen.

(Foto: AP)

Klügere Apps, Herzchen und ein sinnvoller Sperrbildschirm: Apples neueste Version seines mobilen Betriebssystems im Test.

Von Tobias Költzsch, golem.de

Wenige Tage vor dem Verkaufsstart des neuen iPhone 7 und iPhone 7 Plus veröffentlicht Apple die finale Version des neuen iOS 10. Seit 13. September um 19 Uhr können sich Besitzer von iOS-Geräten, deren iPhones oder iPads ein bestimmtes Alter nicht überschreiten, das Update herunterladen. (auch wenn es kurzzeitig Probleme mit dem Update gab)

Apple kündigt in den Update-Notizen an, dass iOS 10 das "bisher größte iOS-Release" sei - entsprechend lang ist die Liste der Änderungen. In der Goldmaster-Version, der endgültigen Version von iOS 10, zeigen sich grundsätzliche Neuerungen ebenso wie eher kleinteilige Veränderungen.

Mehr Handlungsmöglichkeiten bei Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm

Die Neuerungen beginnen bereits beim Sperrbildschirm: Bei Benachrichtigungen können jetzt mit einem Wisch nach links oder einem 3D-Touch-Druck mehr Informationen angezeigt werden. So wird beispielsweise bei E-Mails der Beginn der Nachricht angezeigt, beantwortet werden kann sie weder beim Apple-Mail-Programm noch bei Inbox oder Outlook.

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Bei iMessage-Nachrichten und anderen Messengern hingegen kann durch Wisch oder 3D-Touch-Druck ein kurzer Benachrichtigungsverlauf auf dem Sperrbildschirm angezeigt werden, in dem auch gleich geantwortet werden kann. Beide Funktionen sind - je nach verwendeter App - schon länger unter Android möglich. Sobald mehr App-Hersteller ihre Anwendungen für iOS 10 optimiert haben, soll es auch möglich sein, Programme wie Uber direkt im Sperrbildschirm zu bedienen.

Sobald das iPhone oder iPad entsperrt wurde, verschwinden die Benachrichtigungen vom Sperrbildschirm und tauchen beim nächsten Öffnen nicht mehr auf. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Nutzer sie noch nicht gelesen hat. Dies unterscheidet das System von Android, bei dem Benachrichtigungen so lange bleiben, bis der Nutzer sie gelöscht oder gelesen hat. Das Entsperren dient bei iOS 10 quasi als Löschen aller Benachrichtigungen auf dem Sperr-Display.

Nachrichten bleiben im Benachrichtigungsmenü

Allerdings sind die Meldungen weiterhin im Benachrichtigungsmenü einsehbar, das wieder mit einem Wisch von oben ins Display hinein geöffnet wird. Hier bleiben sie auch so lange, bis der Nutzer sie anklickt oder entfernt. Analog zum Sperrbildschirm lassen sich hier weitere Informationen zu den einzelnen Benachrichtigungen aufrufen, indem der Nutzer über diese wischt oder per 3D Touch draufdrückt. Auch Nachrichten lassen sich so beantworten, ebenso wenn sie als Flag am oberen Bildschirmrand angezeigt werden.Das Design der Benachrichtigungen hat Apple sowohl auf dem Sperrbildschirm als auch im Benachrichtigungsmenü verändert: Die einzelnen Punkte erscheinen jetzt in abgesetzten Kästchen. Dieses Design zieht sich durch einige der System-Apps, wie beispielsweise Mail, wo die einzelnen E-Mails jetzt ebenfalls klarer vom Hintergrund abgehoben sind.