Typologie der ProfessorenAllwissende, Schwerenöter und Drittmittelkönige

Zum Start ins Sommersemester: eine Auswahl der Professoren, mit denen es Studierende zu tun bekommen.

Von Matthias Kohlmaier

Die Privatdozentin

Das macht sie aus:

Zwei Dozentenherzen schlagen, ach, in ihrer Brust: Einmal ist sie immer latent missmutig, weil sie schon seit Jahren habilitiert ist und auf den Ruf auf eine ordentliche Professur wartet; aber sie ist auch bemüht, weil sie sich als Selbstständige manche Verhaltensweise eines Professors eben nicht erlauben kann. Das zeigt sich etwa bei Rückfragen aller Art: Die beantwortet sie meist zügig und hilfreich, digital wie analog.

Das sagen ihre Kollegen über sie:

"Gönnen würde ich ihr die Professur ja schon, aber ein bisschen Warten hat auch noch niemandem geschadet."

So läuft die Sprechstunde ab:

"Nein, eigentlich habe ich nur donnerstags Sprechstunde - aber kommen Sie ruhig herein. Womit kann ich helfen?"

Ein typisches Zitat aus ihrer Lehrveranstaltung:

"Das deutsche Hochschulsystem nervt mich manchmal schon gewaltig."

Bild: Illustration Jessy Asmus 13. April 2018, 08:572018-04-13 08:57:42 © SZ.de/lho/rus