Verbalattacke gegen die Parteispitze um Seehofer: Ein CSU-Lokalpolitiker spricht von einem Klima "der Angst und Unterdrückung" - und der Existenz eines brisanten Videos.
Kritik am CSU-Parteichef aus der fränkischen Lokalpoltik: Eine Atmosphäre "der Angst, der Unterdrückung und der Drohungen" gegenüber Kritikern und Unzufriedenen mit dem jüngsten Bundestagswahlergebnis seitens der CSU-Parteiführung hat der CSU-Ortsvorsitzende aus dem mittelfränkischen Wieseth, Kurt Taubmann, beklagt.
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Heftige Verbalattacke aus Franken: Der CSU-Politiker Kurt Taubmann wirft Parteichef Horst Seehofer Wortbruch vor. (© Foto: AP)
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"Unglaubwürdigkeit und Wortbrüche werden der CSU das Kreuz brechen", beklagte Taubmann in einem Gespräch mit der Leipziger Volkszeitung. Taubmann hatte bereits in einem offenen Brief an CSU-Chef Horst Seehofer diesen zu den fälligen Konsequenzen aufgefordert.
"CSU droht ähnliches Schicksal wie SPD"
Im Gespräch mit sueddeutsche.de kündigte Taubmann weitere Briefe an. Die Empfänger: Bayerns Umweltminister Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann.
Bei der Veranstaltung in Erlangen vom 21. November 2008 soll Seehofer laut Taubmann gesagt haben, er würde als Parteichef und Ministerpräsident zurücktreten, sollte er bei der Bundestagswahl ein schlechteres Ergebnis für die CSU erzielen, als der frühere Ministerpräsident der Partei, Günther Beckstein, bei der Landtagswahl 2008.
Bei der Bundestagswahl hatte die CSU 42,5 Prozent erreicht nach 43,4 Prozent bei der Landtagswahl.
Taubmann sagte der LVZ, er wisse von einem bisher unterdrückten Videobeweis für die Ankündigung Seehofers bei der mittelfränkischen Regionalkonferenz.
Taubmann betonte, er habe nichts gegen Seehofer, nur weil dieser aus Oberbayern stamme und den Franken Beckstein in der Staatskanzlei ersetzt habe. Er selbst komme zudem aus der Oberpfalz. Fakt sei allerdings, dass die "fränkische Seele" damals Verletzungen erlitten habe.
Keine echte "Wahlnachlese"
"Die Basis kocht", so Taubmann, auch wenn die Parteiführung "Angst und Schrecken bei Funktionsträgern und Inhabern von Posten verbreitet". Diese würden "hinter vorgehaltener Hand" ihre Kritik deutlich äußern. Allerdings würden viele Funktionäre öffentlich "den Mund nicht aufmachen", weil sie von den Parteioberen "Druck bekämen" oder Konsequenzen fürchteten.
Taubmann betonte im Gespräch mit sueddeutsche.de, er fordere nicht Seehofers Rücktritt, auch wenn dieser seiner Ansicht nach "selbstherrlich" sei.
Der Parteichef habe allerdings nach dem schlechten CSU-Ergebnis der Bundestagswahl vermieden, eine echte "Nachlese" und Analyse zuzulassen. Die Sache wäre damit vom Tisch gewesen, so Taubmann.
Die Aufarbeitung lasse sich jedoch nicht verhindern, sie käme später und dafür "umso heftiger und deftiger".
Wenn Seehofer so weitermache, stehe seiner Partei "ein Abstieg wie der SPD bevor", warnte Taubmann in der Leipziger Volkszeitung. "Wir brauchen eine schonungslose und offene Erneuerung, so wie sie Sigmar Gabriel für die SPD angekündigt hat."
Taubmann, sagte, er sei sich bewusst, dass seine offene Kritik manchen Parteifreund verärgern würde. "Ich mach mir nichts vor", so der 43-Jährige, "die nächste Zeit habe ich bei den Alten in meinem Dorf verschissen."
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(sueddeutsche.de/fvk/odg/woja)
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Was Seehofer irgendwan gesagt haben könnte interessiert doch nicht. Dieser Taubmann macht sich lächerlich und wird lediglich seinem Namen gerecht. Er ist letztlich nur ein Quertreiber, der für sich selbst den Weg zur Leiter nach oben frei schaufeln will.
Klare politische Inhalte ganz und gar Fehlanzeige.
Warum macht er keine themengebundene Politk mit Inhalten. Vielleicht kennt er das nicht. Aber nur so gehts.
Mit solchen Zensor-Aktionen, liebe "moderatoren", bestätigt ihr nur immer wieder das, was ihr da löscht.
... daran verwerflich sein mag, daß ich gern mal sehen wollte, wie die "sueddeutsche.de" einen "Artikel verfasst`? Der "moderator" hat doch selbst "einen von sueddeutsche.de verfassten [...] Artikel" wörtlich erwähnt. Is' ja ned, dass mer red', mer fragt ja bloß: Wie "verfasst" "sueddeutsche.de" einen Artikel?
....... dann gäbe es keine Diskussion im Forum. Es kann auch mir passieren, dass ich mit einem Artikel nicht konform gehe, aber im Großen und Ganzen würde ich doch behaupten, dass viele Journalisten einen besseren Ein- und Überblick haben, als etliche der Foristen.
Die "Zensuren" sind nötig, da es im Forum zu Entgleitungen und Entgleisungen kommen kann, die ins Beleidigende gehen, nur weil jemand anders denkt und seine Meinung entsprechend artikuliert. Aber .... auch mir kann es passieren, dass ich mich provozieren lasse, nur ziehe ich mich inzwischen dann eher irgendwann zurück, weil es energieraubend ist, sich hier auf Schlagabtäusche einzulassen, die oftmals ins Persönliche gehen.
Auf alle Fälle bin ich schon der Meinung, dass auch die Online-SZ von guten Journalisten vertreten wird, wobei es auch da, wie im ganzen Leben dazu kommen kann, dass man die Meinung des einen oder anderen Journalisten anzweifelt oder nicht teilen kann. Das ist doch normal und menschlich. Und nur aufgrund der Artikel entstehen Diskussionen.
Ansonsten würde ich selbst Seehofer niemals trauen, ihm aber vieles zutrauen, was ich nicht akzeptieren kann. Das ist aber eine rein subjektive Meinung, da ich weder einen Hang zu ihm noch zur CSU habe - ganz einfach!
Mit Verlaub lieber Moderator,
wenn Sie sich das wirken der Herrn Kassian Stroh und Matthias Drobinski anschauen würden
Wie auch immer, wo so viele Chaoten sich gegenseitig die Köpfe einschlagen, geht es ohne Regeln natürlich nicht.
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