Reaktion auf den Missbrauchsskandal? Auffällig oft wurden christliche Symbole in katholischen Kirchen in Bayern geschändet. Das Landeskriminalamt ermittelt.
In bayerischen Kirchen sind in den vergangenen Tagen auffällig oft christliche Symbole beschädigt und zerstört worden. Einer goldenen Jesusfigur wurden Arme und Beine abgeschlagen, eine Märtyrer-Reliquie wurde zerstört, Gebetsbücher, eine Altardecke und Glockenseile angezündet. Offen ist, ob die Zerstörungswut von der Berichterstattung über die Missbrauchsfälle in katholischen Einrichtungen ausgelöst wurde. Das bayerische Landeskriminalamt ermittelt.
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Jesus ohne Arme und Beine: Unbekannte Täter haben an einem Flurkreuz gewütet. Reaktion auf den Missbrauchsskandal? (© Foto: oh)
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"Angriff auf christliche Werte"
In Abensberg in Niederbayern richtete sich der Hass gegen eine Christusfigur. Arme und Beine der Figur wurden abgeschlagen; die Gemeindemitglieder sind entsetzt. Kirchenpfleger Sebastian Alkofer spricht von einem "Angriff auf die christlichen Werte und Tugenden".
Die Kirchengemeinde hat eine Belohnung von 150 Euro für Hinweise auf die Täter ausgeschrieben und will diese gegebenenfalls noch erhöhen. "Wir tun alles, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen", sagte Alkofer zu sueddeutsche.de.
Kaplan Michael Hirmer sieht keinen Zusammenhang zwischen den jüngst aufgedeckten Missbrauchsfällen der katholischen Kirche und der Schändung. "So etwas ist schon öfter in unserer Umgebung vorgefallen, auch schon vor dem Missbrauchsskandal", sagte er im Gespräch mit sueddeutsche.de.
Märtyrer-Reliquie Bein ausgerissen
Die Gemeinde Dinkelsbühl in Mittelfranken trifft die Zerstörungswut der unbekannten Täter besonders hart: Der Schaden beläuft sich auf mehr als 20.000 Euro. Zerstört wurde die Reliquie des Märtyrers Aurelius. Die Gebeine des unter Kaiser Nero enthaupteten Märtyrers liegen seit 1747 in Dinkelsbühl.
Die unbekannten Täter zerrten das Skelett aus dem Schrein, rissen ihm ein Bein aus und nahmen es mit. Die örtliche Polizei hat die Ermittlungen an das bayerische Landeskriminalamt übergeben.
Ein weiterer Zerstörungsfall hat sich in der Filialkirche St. Hartmann in Oberpolling bei Passau ereignet. Unbekannte zündeten Glockenseile, Gebetsbücher, Sitzkissen und eine Altardecke an und warfen Altarkerzen in Bleiglas-Fenster. Der Schaden beläuft sich auf mehr als 5000 Euro, berichtet die Abendzeitung.
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(sueddeutsche.de/gba)
Gewalt in Syrien
Die neueste Antwort
Wen wundert es, nach den Hetzkampanien der letzten Wochen? Barbaren in den Medien, in der Politik und in Teilen der Bevölkerung
Super!
So kommt Wasser auf Müllers Mühlen.
Die Neubilderstürmer geben den Kirchenkritikern
so keine Hilfe.
Sie sollten lieber den Verursachern dieser Untaten
auf's Haupt schlagen.
Wenn Sie so belesen in der Vergangenheit sind, sollten Sie auch ab und an mal die Bibel lesen. In den Evangelien wird macht Christus mehr als einmal klar, dass es jene gibt, die den Glauben missbrauchen wollen und dass alle die Fähigkeit haben, jene Subjekte, die so handeln, klar zu erkennen.
Die Tatsache, dass im "Namen des Glaubens" Kriege geführt werden und wurden ist nicht die Schuld von Christus. Es ist die Schuld jener, die trotz unguten Gefühls den Kriegstreiber unterstützen, weil dieser ihnen Vorteile verspricht, meist wirtschaftliche.
Hitler hätte nie einen solchen Krieg anzetteln können, wenn alle die Worte von Christus beherzigt hätten und es nicht akzeptiert hätten, dass für einen "Arbeitsplatz" und eine Beteiligung am Stechschrittaufmarsch im Dorf, entgegen den Grundsätzen ihres Glaubens der eine unschuldige Nachbar vergast und der Sohn vom anderen Nachbarn an der Ostfront verheizt wird.
Er sagt auch klar und deutlich, dass "die seinen" nicht unbedingt die Pharisäer sind (die gut mit einigen Kirchenfunktionären vergleichbar sind) sondern dass man sie an ihren Taten erkennt.
Es ist nicht die Schuld von Christus, wenn sein Name mißbraucht wird. Sondern jener, die es sehen und zulassen.
Die Kirchen begehen doch selbst Vandalismus gegenüber Isa (Jesus).
Wer ihn nach seinem Tod auf ein Kreuz aufhängt und damit in der ganzen Welt rumprahlt, möchte damit was ganz anderes erreichen. Nämlich den Sieg über Jesus Christi.
"Ethik, Courage und Empathie ... und das finden wir bei Kirchenfernen oder besser Glaubensfernen ?"
Naja, schon ... nennt sich Humanismus und bedeutet: Selber dafür Sorge tragen dass die Welt ein bisschen besser wird, und sich nicht nur auf Gott verlassen.
Ich finde aber, beides (Glaube und Humanismus) muss sich gegenseitig nicht ausschliessen.
dww
Paging