Das Rauchverbot gilt in Bayern auch für Wasserpfeifen: Das Verfassungsgericht hat die Regelung bestätigt - und sieht darin einen berechtigten Eingriff in die Berufsfreiheit.
In bayerischen Kneipen dürfen nach einem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts auch keine Wasserpfeifen mehr geraucht werden. Es sei nicht zu beanstanden, wenn das absolute Rauchverbot in Bayern sich zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung auch auf Wasserpfeifen erstrecke, heißt es in der an diesem Mittwoch veröffentlichten Entscheidung.
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Bild aus vergangenen Zeiten: Das Rauchverbot in bayerischen Gaststätten gilt auch für Wasserpfeifen. (© dpa)
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Die Richter des Ersten Senats wiesen damit den Eilantrag des Besitzers einer Shisha-Bar ab, in der Wasserpfeifen zum Rauchen angeboten werden. Die Richter bekräftigten damit ihren Beschluss vom August, in dem sie das absolute Rauchverbot in Bayern als verfassungsgemäß eingestuft hatten.
Der Mann war Betreiber eines einräumigen Bistros, in dem er seinen Kunden arabische Wasserpfeifen (Sishas) zum Rauchen anbot. Er machte geltend, angesichts dieses besonderen Konzepts treffe ihn das strikte Rauchverbot besonders hart und verletzte seine Handlungs- und Berufsfreiheit. Da es weder eine Übergangsregelung noch eine finanzielle Entschädigung gegeben habe, bleibe ihm nichts, als die Gaststätte zu schließen. Für Fälle wie ihn hätte der Landesgesetzgeber Übergangsregelungen schaffen oder einen finanziellen Ausgleich vorsehen müssen, so seine Argumentation.
Dagegen befanden die Verfassungsrichter, es sei nicht verfassungswidrig, wenn ein Landesgesetzgeber der Gesundheit der Bevölkerung absoluten Vorrang einräume und sich für ein striktes Rauchverbot entscheide. Die Grundrechte von Gastwirten und Rauchern müssten dann zurückstehen.
Es sei dann auch nicht zu beanstanden, wenn der Rauch von Wasserpfeifen auch zu den gesundheitsgefährdenden Stoffen gezählt worden sei. Da das Verbot alle Gastwirte beträfe, seien keine Ausnahmen oder Härtefallregelungen für Fälle wie den Beschwerdeführer nötig.
In Bayern gilt nach einem Volksentscheid das umfassendste Rauchverbot in Deutschland. Seit August darf in Gaststätten nicht mehr geraucht werden. Bis dahin bestehende Ausnahmen etwa für Festzelte oder kleine Kneipen entfielen. Dagegen befanden die Verfassungsrichter, es sei nicht verfassungswidrig, wenn ein Landesgesetzgeber der Gesundheit der Bevölkerung absoluten Vorrang einräume und sich für ein striktes Rauchverbot entscheide.
(Az.: 1 BvQ 23/10)
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(Reuters/hai)
Rekord in Deutschland
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Gerne bedienen sich Raucher(versteher) hinkender Vergleiche.
Nehmen wir den Grisi-Kommentar mal auseinander:
Der Vergleich mit anderen Drogen:
"Die Alkohol/Freßsüchtigen/Unterhaltungssüchtigen wollen also keine Nikotinsüchtigen in den Gaststätten haben."
Nein, wollen Sie nicht. Denn für die externen Effekte, sofern es überhaupt welche gibt, ihres Konsums müssen sie im Zweifelsfall die Verantwortung übernehmen, auch die Wirte! Letztere dürfen an Kinder und Jugendliche nichts ausschenken. Nicht einmal Milch und Brot darf man ohne Weiteres am Sonntag oder nachts verkaufen. Aber Kippenautomaten gibt es überall an jeder Ecke!
Wenn ein besoffener Deinen Mantel bekotzt, muss er die Reinigung bezahlen. Wenn ein Nikotinjunkie, oder eine Anzahl davon, Deinen Mantel bequalmt, sodass er nach dem Dreck stinkt, wer muss die Reinigung dann bezahlen?
"glauben sie allen Ernstes dass es reicht ein Gesetz auf Bundesebene einzuführen und dann ist alles gut?"
Ja! Das zeigt ja die Erfahrung aus anderen Ländern.
"Es geht darum für ALLE einen gangbaren Weg zu finden"
Das hat man ja versucht. Dass dies nicht funktionierte, verdanken Sie Herrn Franz Burgmüller und seinem "Verein zur Erhaltung bayerischer Wirtshauskultur", der nichts erhalten wollte außer dem bis dato üblichen asozialen Verhalten einer kleinen Minderheit (< 20%) unter dem *alle* zu leiden hatten.
Minderbemittelte, die sich gerne mal für besonders clever oder gar für revolutionäre Freiheitskämpfer halten, schreiben Dinge wie dieses: "Biegt, beugt und ignoriert dieses von einer fanatisierten Minderheit oktroyierte gesetz wo es nur geht."
Wäre es bei einer handvoll Kneipen geblieben, in denen Rauchen erlaubt ist, hätte ja keiner was gesagt. Aber es war faktisch - durch genau solche Figuren - genau wie vorher.
Klar, dass Raucher mit so einem "Nichtraucherschutz", der keiner war, gut hätten leben können.
66% - zwei Drittel - der Betroffenen waren da anderer Ansicht! Jeder bisher durchgeführte Volksentscheid, jede repräsentative Umfrage und jede nicht manipulierte Studie kommt zu diesem Ergebnis und zwar immer in etwa diesem Verhältnis!
Oder was glauben Sie, warum die Firmen Hall Tabakwaren und Reemtsma so lautstark protestiert haben, als man in NRW nun auch einen Volksentscheid ankündigte? Sie wissen schon, wie der ausgehen wird!
Und immer noch konnte mir kein Raucherversteher sagen, was außer einem Totalverbot zu einem " für ALLE einen gangbaren Weg" füh
"das Volk die Süchtigen nicht in den Gaststätten haben will" - Also der Kommentar ist wirklich erste Sahne.
Die Alkohol/Freßsüchtigen/Unterhaltungssüchtigen wollen also keine Nikotinsüchtigen in den Gaststätten haben. Ne klar verstehe ich, ein gewisser Standesdünkel muss schon sein. Auch wenn meine Leber sich fast aufgelöst hat, habe ich wenigstens keine Teerlunge.
"Bringt das Gesetz auf Bundesebene und gut ist!"
glauben sie allen Ernstes dass es reicht ein Gesetz auf Bundesebene einzuführen und dann ist alles gut? Sie scheinen nicht gemerkt zu haben dass hier ein gesellschaftlicher Konflikt am schwelen ist, dieser wird durch ein totalitäres Gesetz nicht befriedet werden können.
Es geht darum für ALLE einen gangbaren Weg zu finden, und nicht nur rakikale Lösungen für die eine oder andere Seite einzuführen(früher durfe man überall rauchen - Heute darf man gar nicht mehr rauchen) . Der Gesunde Menschenverstand sagt mir, eine radikale Lösung in welcher Richtung auch immer kann diesen Konflikt nicht dauerhaft lösen.
Der Weihrauch, von dem man ganz, ganz früher fast in Trance fallen konnte, wurde ja entschärft. (;-))
Ich kenne aber um bei dem Nebenthema zu bleiben einige die ganze Woche hindurch schlecht gelüftete Kirchen, in die man keinen Astmatiker schicken dürfte, wenn schon ein normaler Besucher dauernd husten muss.
Vielleicht dem Jesus mit der Fernsteuerung (?) noch einen Ventilator in die Hand drücken ?
Die Vernunft hat verloren.
Jetzt heisst es Widerstand zu leisten!!!
Biegt, beugt und ignoriert dieses von einer fanatisierten Minderheit oktroyierte gesetz wo es nur geht. In meinem Umfeld akzeptiert es keiner. Es darf nicht zur Normalität werden.
Auf dass man noch in 5, 10 und 100 Jahren in bayerischen Kneipen gemütlich rauchen kann!!! (so wie es für mich gerstern, letzte Woche und vorletzte Woche war)
Keep on smoking in a free world!!!
Nicht zu jeder hl. Messe wird Weihrauch geschwenkt und in jeder liturgischen Gestaltung ist das anders.
Ich bin da kein Experte, aber ich glaube nicht, dass der Weihrauch, den man als Besucher der hl. Messe abbekommt auch nur vergleichbar der Schädlichkeit ist, die so eine durchzechte Nacht in einer verrauchten Kneipe verursacht.
Abgesehen davon bin ich der Meinung, dass wenn man sich wirklich entscheiden kann es ruhig auch ein paar Raucherlokale geben kann. Hier in Köln ist das aber nicht so.
Paging