Schweinfurt Student muss in Haft, weil er im Darknet mit Waffen handelte

Der 26-Jährige hatte Dekorationswaffen zu Maschinenpistolen umgebaut. Erwischt wurde er, weil er immer dieselbe Paketbox verwendete.

Weil er über das Darknet illegal Waffen verkauft hat, muss ein Student vier Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Das Landgericht Schweinfurt verurteilte den 26-Jährigen wegen zahlreicher Verstöße gegen das Waffen- und gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.

Der Mann hatte harmlose Dekorationswaffen zu scharfen Maschinenpistolen umgebaut und europaweit im Internet verkauft - im Darknet, einer digitalen Unterwelt, in der unter anderem auch Drogen angeboten werden.

Das Darknet ist eine Art geheimes Web. Google und andere Suchmaschinen können die Seiten nicht finden. Man kann sie nur aufrufen, wenn man genau weiß, wo man suchen muss und die richtige Software verwendet. Das bekannteste Tool ist der Tor-Browser.

Student gesteht Waffenhandel über das Darknet

Christoph K. hat aus Dekowaffen funktionstüchtige Maschinenpistolen gefertigt und über das Internet vertrieben. Für ihn war das "eine willkommene Alternative zum Lernalltag". Von Olaf Przybilla mehr ...

Mit ihrem Strafmaß blieb die Kammer unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die sechs Jahre gefordert hatte. Auf die Spur des Mannes war die Kripo gekommen, weil er Maschinenpistolen, Revolver samt Munition und Zubehör immer von derselben Paketbox versandte.