Freie Wähler und SPD wollen wegen des Milliardendebakels der BayernLB in Österreich Strafanzeige stellen - gegen Banker und prominente CSU-Politiker.
Freie Wähler und SPD im Landtag wollen wegen des Milliardendebakels der BayernLB in Österreich gemeinsam Strafanzeige gegen den ehemaligen Ministerpräsidenten Günther Beckstein (CSU) stellen.
Geht durch unruhige Zeiten: die BayernLB (© Foto: ddp)
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Sie beabsichtigen auch Anzeigen gegen den früheren Finanzminister Kurt Faltlhauser, den ehemaligen Wirtschaftsminister Erwin Huber (beide CSU) und andere frühere Mitglieder von Vorstand und Verwaltungsrat der Bank.
Der Strafantrag soll sich gegen die Manager und Politiker richten, die 2007 Vorstand und Verwaltungsrat angehörten, als die BayernLB ihre österreichische Skandaltochter Hypo Alpe Adria kaufte. Im Verwaltungsrat saßen damals mehrere CSU-Politiker: neben Faltlhauser, Huber und Beckstein noch der damalige Innenstaatssekretär Georg Schmid, heute CSU-Fraktionschef, und der Regensburger Oberbürgermeister Hans Schaidinger.
Verdacht bleibt bestehen
Betroffen wären aber auch der heutige BayernLB-Chef Michael Kemmer, damals Finanzchef im Vorstand der Bank, und Sparkassenpräsident Siegfried Naser.
Anlass der angedrohten Strafanzeigen sind die anhaltenden Milliardenverluste der Hypo Alpe Adria. Die frühere Kärntner Landesbank braucht dringend eine weitere Finanzspritze in Milliardenhöhe.
Die BayernLB hat mittlerweile mehr als fünf Milliarden Euro in die Bank gesteckt - in Form von Kaufpreis, Kapitalerhöhungen und konzerninternen Krediten.
Hintergrund der angekündigten Strafanzeige ist der Verdacht der Münchner Staatsanwaltschaft, dass die BayernLB die österreichische Tochter absichtlich zu teuer kaufte. Deswegen wird bereits gegen den ehemaligen BayernLB-Chef Werner Schmidt ermittelt. Die Opposition will erreichen, dass die Ermittlungen ausgeweitet werden.
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(dpa/ddp/plin/jab)
Rekord in Deutschland
Die neueste Antwort
ist die Ursache dafür, dass bislang so wenige verantwortliche Menschen aus dem Bankenwesen und der Politik zur Verantwortung gezogen wurden.
In der Verantwortung steht bislang nur der Steuerzahler!
In einer großen österr. Zeitung von heute ist mehr zu lesen; nämlich dass Kärnten die 18 Mrd. Euro(!!!) nicht zahlen wird. Die Österreicher warten ab, was passiert, wenn Bayern nicht zahlt. Am Freitag muß die Knete erbracht sein. Der Zusammenbruch wird Auswirkungen haben ala Lehmann-Brüder.
Die Strafanzeigen bei der Staatsanwaltschaft München, die schon im März gestellt wurden, hat die Staatsanwaltschaft eingestellt. So leicht geht es jetzt nicht mehr. Man darf gespannt sein.
Herr Schaidinger, der große Manager der Stadt Regensburg ("der Kauf der österr. Bank kann aus der Portokasse gezahlt werden") ist ein enger Freund der Regensburger Staatsanwaltschaft, die mit der Erschießung von Tennesee genug Probleme hat. Um mit Schlötterer zu sprechen: Die brechen das Recht!
[Die höchsten Gerichte, werden durch Parteifreunde besetzt: Also Freispruch. Man kann sich die Anzeige sparen. ]
Deshalb auch die Anzeigen in Österreich. Bei aller Freundschaft, hört doch diese auf, wenn es ums Geld (und Wählerstimmen) geht. Und da in Österreich genau die gleichen Finanzprobleme mit ihren Banken haben, werden die dortigen Politiker den Teufel tun, um einen Huber, Seehofer oder Beckstein zu decken.
Die Anzeigen in Bayern, hier stimme ich ihnen zu, wären sinnlos.
da mutet der notleidend gewordene Millionen- Organkredit, den die Landesbank einem westmittelfränkischem Sparkassenvorstand ohne jegliche Sicherheit gewährt hat, wirklich wie die berühmte Erdnuss an.
Geht es in BaWue nicht auch um Veruntreuung?
Frueher gab es fuer die kleinen gemeinden das Schwimmbad als Prestige-Objekt, dann bekamen die Laender ihre Landesbanken; die wurden gehaetschelt und mussten dafuer Polit-Groessen versorgen.
Es waere zu schoen, wenn bei den beiden Sued-LBs RICHTIG aufgeraeumt wuerde (die anderen zoegen schon freiwillig nach).
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