Er liebte Prunk, Kunst, Musik, die schönen Dinge des Lebens - und setzte sich mit Schloss Neuschwanstein im Allgäu ein Denkmal. Frauengeschichten gibt es von Märchenkönig Ludwig dagegen so gut wie nicht. Ein Zeichen für seine Homosexualität? Geheimnisvoll sind auch die Umstände von Ludwigs Tod. Um keinen Monarchen ranken sich so viele Mythen wie um den "Kini". In diesem Jahr wird sein 125. Todestag begangen. Die wichtigsten Gerüchte - und was an ihnen dran ist.
1. Ludwig war homosexuell
Ein König, der Männer liebt? Für viele Ludwig-Fans ist das undenkbar. Und dennoch hält sich dieses Gerücht hartnäckig. In einem 2001 erschienenen Buch hat der Handschriftensammler Robert Holzschuh Briefe veröffentlicht, die der Kini geschrieben haben soll und in denen er sich teilweise detailliert über die Genitalien seiner Liebhaber äußert. Ludwigs Schönheitsideal waren eindeutig Männer, sagt auch Volkskundler Wolfgang Till, ehemaliger Chef des Münchner Stadtmuseums. Allerdings kenne er keinen konkreten Beleg für praktizierte Homosexualität. (Foto: Julian Tovey als Märchenkönig im Ludwig-Musical)
Bild: picture-alliance / dpa7. Januar 2011, 09:15 2011-01-07 09:15:17 © sueddeutsche.de/hak/bica/bön