Fall Mollath Grünen-Fraktionschef rügt Staatsanwaltschaft

Gustl Mollath sitzt seit sieben Jahren in der Psychiatrie. Nun kritisieren die Grünen die Justiz.

(Foto: dapd)

Unverständlich und nicht nachvollziehbar: Im Streit um die Zwangsunterbringung von Gustl Mollath in der Psychiatrie hat Grünen-Fraktionschef Runge der Nürnberger Staatsanwaltschaft gravierende Fehler vorgeworfen.

Im Streit um die Zwangsunterbringung des Nürnbergers Gustl Mollath in der Psychiatrie hat Grünen-Fraktionschef Martin Runge der Nürnberger Staatsanwaltschaft gravierende Fehler vorgeworfen. Runge stellte es am Montag als unverständlich und nicht nachvollziehbar dar, dass die Behörde nach Mollaths Anzeige 2003 nicht aktiv geworden sei.

So habe die Staatsanwaltschaft weder bei Mollath nachgefragt, noch sich an die HypoVereinsbank (HVB) gewandt, die nach Mollaths Hinweisen interne Untersuchungen eingeleitet hatte - was die Ermittler wussten. Warum dies nicht geschehen sei, habe der Nürnberger Generalstaatsanwalt Hasso Nerlich vergangene Woche im Rechtsausschuss des Landtags nicht beantwortet, kritisierte Runge.