Die hier publizierten Aufnahmen stammen von einem ehemaligen Mitinsassen Mollaths. Im Gegensatz zu Mollath, so schilderte es der frühere Mitinsasse, habe er während seiner Unterbringung beschlossen, mit dem Klinikpersonal zu kooperieren. Ihm gewährte Lockerungen - die Mollath nicht gewährt worden seien - seien die Folge gewesen. Auf diese Weise sei es ihm gelungen, die Aufnahmen zu machen. Die Zustände in der Klinik dokumentieren zu können, habe ihn "am Leben gehalten", sagte der frühere Mitinsasse. Er war mehrere Jahre in der Bezirksklinik untergebracht, inzwischen ist er auf freiem Fuß. Er habe alles getan, was ihm befohlen worden sei, um diesen Ort wieder verlassen zu können. Und er habe viele Insassen kennengelernt, die während ihrer Unterbringung den Wunsch geäußert hätten, lieber in einem Gefängnis eingesperrt zu sein.

Bild: privat 10. Juni 2013, 13:562013-06-10 13:56:29 © Süddeutsche.de/segi