"Schwesterlich verbunden": Zwei Monate vor der Bundestagswahl sichert CSU-Chef Horst Seehofer Angela Merkel seine volle Unterstützung zu.
Zum Auftakt des CSU-Parteitags in Nürnberg gibt sich die CSU versöhnlich, die Konflikte mit der Schwesterpartei CDU spielen kaum eine Rolle. CSU-Chef Horst Seehofer hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gut zwei Monate vor der Bundestagswahl trotz der Differenzen in der Europa- und Steuerpolitik einen engen Schulterschluss im Wahlkampf zugesagt. "Wir werden ihr die volle Unterstützung heute versichern", sagte Seehofer zu Beginn des CSU-Parteitags in Nürnberg. "Es wird ein Merkel-Wahlkampf werden. Sie ist die stärkste Persönlichkeit, die wir als Union haben."
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Übte den Schulterschluss mit der CDU: CSU-Vorsitzender Horst Seehofer auf dem CSU-Parteitag in Nürnberg. (© Foto: AP)
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Auch CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer betonte die herausragende Rolle Merkels. Wichtig sei vor allen Dingen, "dass die Kanzlerin eine exzellente Figur macht und über größtes Ansehen verfügt". Der Streit der Schwesterparteien in der Europa- und Steuerpolitik sollte nicht überbewertet werden: "Es ist in großen Volksparteien wie CDU und CSU etwas völlig Normales, dass gewisse Dinge so oder etwas anders gesehen werden", sagte Ramsauer.
Die CSU will auf dem Parteitag ein Aufbruchsignal für den Bundestagswahlkampf geben. Am Freitagnachmittag wurde Merkel, die auch ihren 55. Geburtstag feiert, als Hauptrednerin erwartet.
Schwerpunkte des zweitägigen Kongresses sind zudem Seehofers Wiederwahl am Samstag und die Verabschiedung des CSU-Wahlaufrufs. Darin sind all die Forderungen aufgenommen, die Seehofer wegen des Widerstands der CDU nicht im gemeinsamen Wahlprogramm unterbringen konnte. So fordert die CSU Steuersenkungen ab 2011, während die CDU und Merkel sich nicht auf ein konkretes Datum festlegen wollen. Die CSU will ihre Eigenständigkeit auch weiterhin herausstellen. "Die CSU ist öfter unbequem, das ist bekannt, das gehört zur Tradition dieser Partei", betonte Seehofer.
Sie nehme aber für sich in Anspruch: "Wir lagen und wir liegen richtig." Alle großen Themen, die die CSU angepackt habe, seien zum Maßstab der deutschen Politik geworden. In Nürnberg gehe es auch darum, sich inhaltlich klar zu positionieren und sich personell für die "nächsten Monate und Jahre"aufzustellen.
Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg betonte ebenfalls die eigenständige Linie der Partei. CDU und CSU seien "schwesterlich verbunden, aber keine Zwillingsschwestern". Der Streit über die Europapolitik wird aus seiner Sicht nicht aus dem Ruder laufen: "Die CSU weiß, dass man für seine Überzeugungen kämpfen muss und wann man gemeinsam marschieren muss."
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(dpa/ddp/holz/mikö)
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Eine schlimmere Drohung ist schwerlich möglich!
"Wir werden ihr die volle Unterstützung heute versichern"
Der übliche Spruch-Klassiker am Vormittag, bevor man den unbeliebten Fußball-Trainer anfängt zu demontieren, bis er von sich aus am Abend das Handtuch wirft. Ein Schelm, der dabei etwas schlechtes denkt! Vor allem in einer christlichen Partei.
spricht doch wider jeglicher Schwesterlichkeit, die er sucht, hier zu demonstrieren - welch eine "verq.u.ä.l.te Darstellung der Realität.