Totes Geschwisterpaar in Aschaffenburg Mädchen sind ertränkt worden

Grausiger Fund im unterfränkischen Aschaffenburg: In einer Wohnung sind die Leichen von zwei kleinen Mädchen gefunden worden. Die Obduktion hat ergeben, dass die beiden ertränkt wurden. Die Mutter steht weiter unter dringendem Tatverdacht.

Die zwei in Aschaffenburg getöteten Mädchen sind ertränkt worden. Das ergab die Obduktion. Es werde nun geprüft, ob die Kinder zuvor betäubt wurden, teilte die Polizei am Freitag mit.

Die Mutter liegt schwer verletzt auf der Intensivstation, sie schwebe nicht in Lebensgefahr. Den Ermittlern zufolge ist sie dringend tatverdächtig, die zwei und drei Jahre alten Mädchen umgebracht zu haben. Ob sie sich im Anschluss selbst verletzt hat oder von ihrem Ehemann verletzt wurde, konnte die Polizei zunächst nicht sagen.

Der Vater der Kinder hatte deren leblose Körper am Donnerstagabend gefunden, als er nach Hause kam. Er rief sofort die Polizei und versuchte selbst noch die Mädchen wiederzubeleben. Kurze Zeit später kamen Polizeibeamte und Feuerwehrleute in der Wohnung im Stadtteil Damm an. "Man hat dann noch längere Zeit versucht, die Kinder wieder zu reanimieren, allerdings kam jede Hilfe zu spät", sagte ein Polizeisprecher.

Bis zum Obduktionsergebnis war die Todesursache unklar gewesen, weil es äußerlich keine Hinweise auf die Todesursache gegeben habe. Hinweise darauf, dass sich jemand gewaltsam Zutritt zum Haus verschafft hat, fand die Polizei nicht.

Die 32 Jahre alte Mutter habe sich ebenfalls in der Wohnung aufgehalten. Sie sei schwer verletzt gewesen und habe notoperiert werden müssen. Sie liegt auf der Intensivstation und wird von der Polizei bewacht. Details zur Art der Verletzung wollten die Ermittler zunächst nicht preisgeben.

Der 33 Jahre alte Ehemann gilt nicht als tatverdächtig. "Der Vater wurde vernommen und ist nachts wieder entlassen worden", sagte der Polizeisprecher. Bis in die späten Abendstunden war die Kriminalpolizei mit der Spurensicherung in Aschaffenburg beschäftigt. Neben Kripobeamten waren auch ein Vertreter der Staatsanwaltschaft und ein Gerichtsmediziner vor Ort.

Die Familie aus Nordrhein-Westfalen war erst Anfang des Monats in das Haus in Aschaffenburg gezogen. Wie eine Sprecherin der Stadt sagte, handelt es sich um eine "gute Mittelklasse-Straße" im Stadtviertel Damm - und nicht etwa um einen sozialen Brennpunkt.