Er war nie der große Emotionator: Der Toyota Avensis gehört eher zu den Unauffälligen im Straßenbild. Das ist beim Neuen nicht wirklich anders - obwohl sich Toyota viel Mühe gegeben hat.
Brav, bieder, zuverlässig: Der Avensis gilt als ein Auto für Buchhalter und Vernunftmenschen. Nicht gar so schlimm, als dass die zugehäkelte Klorolle schon zum Lieferumfang gehören würde - aber eben die gepflegte Langeweile. Und vielleicht wurde gerade deshalb Toyotas Flaggschiff in Deutschland mehr als 100.000 Mal verkauft. Nun wollen die Japaner mit der dritten Avensis-Generation weg vom drögen Image.
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Ausgeglichen: Wer mehr mit dem Kopf denn mit dem Herzen fährt, wird mit ihm sicher froh. (© Foto: oh)
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Weitgehend emotionsfrei
"Mit dem neuen Avensis", sagt sein Chef-Konstrukteur Takashi Yamamoto, "wollen wir an die Spitze der Mittelklasse." Mit einem "unverwechselbaren Design" und "unübertreffbarer Fahrfreude". Ein Auto eben mit "markanten und unverwechselbaren Designmerkmalen". Kein leichtes Vorhaben bei einem weitgehend emotionsfreien Auto wie dem Avensis.
Das Aussenkleid entstand denn auch vor allem im europäischen Designzentrum von Toyota in Belgien. Geholfen hat es - immerhin - in Maßen. Gleich ganz verabschiedet haben sich die Japaner von der Fließheck-Version. Und auch die Stufenhecklimousine ist eher dem osteuropäischen Markt geschuldet, wo dieser klassische Zuschnitt nach wie vor beliebt ist. In Deutschland, davon geht man bei Toyota aus, werden 80 Prozent der georderten Avensis Kombis sein - und davon wiederum die meisten vom 2.0-Liter-Diesel angetrieben werden.
Wer die beiden Karosserievarianten nebeneinander sieht, der wird diese Einschätzung nachvollziehen: Der Kombi, von Toyota manieristisch konsequent mit "C" geschrieben, ist das eindeutig knackigere Auto. Die Stufenheck-Limousine hat sich dagegen zumindest äußerlich nicht sonderlich weit vom Vorgänger entfernt. Auch wer den Combi zuerst von vorne betrachtet, wird nicht viele Highlights ausmachen. Die großen, eckigen Scheinwerferbatterien, der breite Kühlergrill mit dem Firmenlogo, der Stoßfänger mit den Nebelscheinwerfern - so sehen dutzende andere auch aus.
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Gewalt in Syrien
Braucht man bei diesem Avensis auch eine Toyota Fachwerkstätte zum Lampenwechsel für Fahr- bzw. Standlicht?
Bei meinem Avensis braucht Händchen und Ärmchen eines Kleinkindes denn sonst hat man die A-Karte gezogen.
Und zufällig mußte ich gestern (Sonntag den 07.12.2008!!) ein Ersatzbirnchen für mein Standlicht wechseln. Zwei Stunden war damit beschäftigt, meine Klamotten sind nun verdreckt, ein Knopf vom Oberhemd abgetrennt und meine Hände zerschunden (scharfkantige Karosserieteile!!!), vermutlich die Lampenschuhe nicht ganz so korrekt in den Scheinwerfer eingesetzt und den Gummideckel vielleicht auch nicht so exakt auf dem Scheinwerfer befestigt. Aber mein Standlicht tut es wieder.
Fazit: Ich habe wieder eine Sch...wut auf die Armleuchter von der Toyota Produktentwicklung und ich hätte gute Lust, die Damen und Herren mit körperlicher Gewalt an meinem Frust teilhaben zu lassen.