Skoda Octavia 2.0 TDI 4x4 Combi Wetterleuchten

Das Wetter im Rhein-Main-Gebiet ist lausig - erst der strömende Regen und dann auch noch Schnee. Der neue Skoda Octavia 4x4 scheint es zu mögen.

Von Stefan Grundhoff

Mit Fabia, Roomster und Superb hat sich Skoda längst meilenweit vom Billigheimer-Image im Volkswagen-Konzern entfernt. Jetzt kommt auch noch der aufgefrischte Octavia: Längst ist der Wagen nicht mehr die Billigvariante des Massenmodells VW Passat. Dafür präsentiert sich das Styling eigenständig genug, auch ein eigenes Stammklientel haben sich die deutschen Tschechen über die Jahre hart erarbeitet. Das Design des überarbeiteten Skoda Octavia ist mit neuer Front und Heckansicht sowie modifizierten Lampen kein Reißer, doch längst mehr als schnöde Hausmannskost. Nur von hinten wirkt der neu Octavia als Kombiversion etwas dröge und einfallslos.

Wirkt sehr erwachsen: die neue Front des Octavia

(Foto: Foto: oh)

Billig-Passat? Das war einmal

Doch an einem Schneetag interessiert sich sowieso kaum jemand fürs Außendesign. Aus dem strömenden Regen ist längst kräftiger, wenn auch nasser Schneefall geworden. Immer wieder zerpflügt der Octavia Combi zentimeterhohe Schneematsch-Inseln auf der Bundesstraße. Während die vorausfahrenden Fahrzeuge öfter mal schreckhaft bremsen oder ins Rutschen geraten, ist das tschechische Mittelklassemodell nicht aus der Ruhe zu bringen. Variabel verteilt die Haldex-Viscokupplung die Motorleistung dorthin, wo sie benötigt wird und es geht stramm voran.

Der Motor ist für die Insassen jederzeit deutlich vernehmbar. Im Gegensatz zum 2.0 TDI mit 125 kW / 170 PS, der nur mit Frontantrieb zu bekommen ist, müssen die kleineren Diesel noch immer mit der lautstarken Pumpe-Düse-Technik auskommen. Kalt oder warm grummelt und nagelt er deutlich vernehmbar vor sich hin. Der gerade bei diesem Wetter empfehlenswerte Allradantrieb ist mit dem kleineren Zweiliter-Diesel allerdings stimmig kombiniert. 103 kW / 140 PS sind genau richtig, um in dieser Fahrzeugklasse unterwegs zu sein. Ein Wunder an Elastizität bewegt man jedoch nicht. Doch die präzise Sechsgang-Handschaltung arbeitet ebenso ordentlich wie Lenkung, Bremsen und Antrieb.

Viel weniger Leistung sollte es dann jedoch auch nicht sein, denn auf der Autobahn wird es besonders bei hohen Geschwindigkeiten recht laut und zudem zäh. Der Tatendrang ist ab 160 km/h dünn; ab Tempo 180 geht kaum noch etwas. Da erwartet man in dieser Klasse mittlerweile etwas mehr. Bei der versprochenen Höchstgeschwindigkeit von 199 km/h und dem Spurt 0 auf 100 km/h in knapp zehn Sekunden gibt es nicht mehr als automobile Hausmannskost.

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