Porsche Carrera 4 Rokoko-Riemchen im Innenraum

Als störend nehmen wir allenfalls die weiträumig verströmten Chrom-Applikationen wahr, die doch eher in einen Phaeton passten als in einen Sportwagen. Aber vielleicht stehen die Rokoko-Riemchen auch für den sanften Hauch der Verweichlichung, der seit dieser Generation sanft durch den Elfer weht.

Das ist eher anerkennend gemeint, denn die Zeiten sind ohnehin eher ungünstig für hemmungslose Sportwagen und die Straßen zu voll. Da trifft es sich gut, dass man den Elfer so gut wie nie zuvor auch im Bummeltempo bewegen kann, der lang übersetzte siebte Gang ist dafür nur ein Indiz. Start-Stopp sowie die Fähigkeit, antriebslos zu segeln, wie das heute heißt, lassen obendrein den Gesinnungswandel und angestrebte Nachhaltigkeit erkennen.

Jetzt kommt im Carrera 4 auch noch ein radargestützter Abstandsregelautomat dazu. Der hält automatisch Distanz zum Vordermann, bremst im Bedarfsfall selbständig ab oder warnt den unachtsamen Fahrer zumindest akustisch. Oder er verstärkt den Bremsdruck. Und danach kann der Pilot im aktuellsten Carrera wieder die schöne Aussicht genießen, die ihm ein großes (optionales) Glasschiebedach verschafft.

Ach ja, fast hätten wir's vergessen: Die Preise beginnen in der Liste mit 97.557 Euro für das Carrera 4 Coupé gegenüber 88.037 Euro, das sind fast 10.000 Euro mehr als für den normalen Elfer. Beim Cabrio steht die Partie 110.290 für den Vierer zu 100.532 Euro. Aber wer sich einen Elfer leisten kann, mag darüber wohl hinwegsehen.