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Weltklimarat präsentiert Energiebericht:Energiewende bis 2050 möglich

Weitgehend auf alternative Energien umstellen - nach Ansicht des Weltklimarates ist das bis 2050 möglich. Zwar könne die Menschheit nicht völlig auf Kohle, Gas und Erdöl verzichten, aber drei Viertel des weltweiten Bedarfs könnte bis dahin aus regenerativen Quellen kommen.

Fast alle Staaten machen sich derzeit Gedanken, wie die Energieversorgung der Zukunft aussehen könnte. China und die USA wollen zwar auch neue Atomkraftwerke bauen, die meisten Länder planen aber - auch nach dem Schock durch die Reaktorkatastrophe in Japan - vor allem die regenerativen Energien fördern.

Jetzt legt der Weltklimarat IPCC eine Studie vor, die den Anstrengungen für eine grüne Energiewende Auftrieb geben könnte. Der 900 Seiten umfassende Bericht wird an diesem Montag in Abu Dhabi vorgestellt. Etwa drei Viertel aller Energie könnte demnach im Jahr 2050 aus alternativen Quellen stammen. Voraussetzung seien optimale Bedingungen für Erneuerbare Energien wie Wind-, Wasser- und Sonnenkraft sowie Bioenergie.

Für den Report hatten 120 Forscher den Stand der Literatur zusammengefasst. "Der Report zeigt, dass es wissenschaftlich keine Probleme gibt, die Welt mit alternativen Energien zu versorgen", sagte Mitautor Sven Teske von Greenpeace International. "Technisch könnten die 560 Milliarden Tonnen mit erneuerbaren Energien eingespart werden, die wir brauchen um die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen." Natürlich müsse daneben die Waldzerstörung zurückgehen, die zu etwa 20 Prozent zum Klimawandel beiträgt.

Auf der Grundlage von 164 Zukunftsszenarien, die verschiedene politische und wirtschaftliche Ausgangsdaten hatten, hat der UN-Klimarat beispielhaft vier Modellrechnungen genauer analysiert. Ergebnis: Auch in etwa 40 Jahren wird die Menschheit nicht völlig auf Kohle, Gas und Erdöl verzichten können. Bestenfalls können die Erneuerbaren Energien einen Anteil von 77 Prozent erreichen.