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Wissenschaft:Kann man schlechte Gewohnheiten loswerden?

Frau

Sich aufraffen? Oft gar nicht so einfach.

(Foto: Mel elias / Unsplash)

Alkohol, Schokolade, Netflix: Überall lauern Verlockungen. Wissenschaftler befassen sich mit der Frage, ob man trainieren kann, zu widerstehen.

Im Büro haben Aufgaben und Kollegen die Nerven blank gescheuert und die Kinder dann zu Hause mit verblüffender Übellaunigkeit das Abendessen torpediert. Nun schlafen die kleinen Terroristen zwar, aber den Weg zum Feierabend versperrt das schlechte Gewissen. Irgendeine lästige Aufgabe wartet ja immer, Papierkram, E-Mails, Aufräumen oder andere Angelegenheiten. Doch vieles davon bleibt liegen (also meistens). Mangelnde Selbstkontrolle. Nun komm schon, der Tag war anstrengend genug: Der Weg vom Sofa führt also zum Kühlschrank und mit Bier in der Hand wieder zurück. Das schlechte Gewissen soll morgen zubeißen. Lasst mich doch alle in Ruhe. Es sind banale Alltagssituationen wie diese, das regelmäßige Scheitern am schnellen Erledigen lästiger Aufgaben, die einem Konzept aus der Psychologie zu einer steilen öffentlichen Karriere verholfen haben. "Ego Depletion", vielleicht als Selbsterschöpfung halbwegs treffend übersetzt, postuliert, dass Selbstkontrolle eine endliche Ressource des Menschen sei, gleichsam befeuert von einer mysteriösen Kraft. Irgendwann ist die Tankfüllung verbrannt und muss erst erneuert werden.

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