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Robotik:Eine Qualle lernt schwimmen

Ingenieure haben eine Roboterqualle gebaut. Eines Tages soll sie autonom durch den Ozean schwimmen, Daten sammeln und ins Labor senden.

Immerhin, im Hallenbad der Universität kann Cyro bereits mit den Studenten mithalten und wie eine echte Qualle recht elegant durch das Wasser schweben. Doch vor dem geplanten Einsatz im Meer müssen die Ingenieure des Virginia Tech noch eine Weile an der Energieversorgung und der Strömungsmechanik arbeiten, denn Cyro ist ein Roboter, der einer Gelben Haarqualle (Cyanea capillata) nachempfunden ist.

Am Anfang dieser Woche stellten die Forscher den 1,70 Meter langen und 77 Kilogramm schweren Prototypen der Öffentlichkeit vor. Er wird durch Batterien angetrieben, elektrische Motoren bewegen mechanische Arme, die wiederum den Schirm der künstlichen Qualle aufspannen und zusammenziehen. So kann sie sich wie ihr natürliches Vorbild nach dem Rückstoßprinzip fortbewegen.

Wenn Cyro eines Tages technisch ausgereift ist, soll sie monatelang autonom durch den Ozean schwimmen, ihre Umgebung erfassen, dabei Daten sammeln und ins Labor senden. Vermutlich wird sie das nicht nur im Auftrag von Meeresbiologen und Ozeanografen tun, denn schließlich wird das Forschungsprojekt mit fünf Millionen Dollar vom U.S. Naval Undersea Warfare Center gefördert.

© SZ vom 04.04.2013/cwb/beu
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