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Psychologie:Es lebe der Widerspruch!

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Vielfältige Perspektiven führen meistens zu einer ausgewogeneren Darstellung eines Sachverhalts.

(Foto: imago/Ikon Images)

Treffen extreme Meinungen aufeinander, kann das zu vernünftigen Ergebnissen führen. Homogene Gruppen neigen hingegen dazu, sich zu radikalisieren. Warum man sich häufiger mit Gegenpositionen auseinandersetzen sollte.

Von Sebastian Herrmann

Vielleicht taugen Fußballstadien als Erklärungsmodell für die gegenwärtige Debattenkultur. Da haben sich in den Fankurven die Anhänger der spielenden Mannschaften versammelt, bündeln im Rudel ihre destruktive Energie und brüllen Schmähungen in Richtung Gegenseite. Pfeift der Schiedsrichter ein Foul, interpretieren beide Seiten die Vorgänge vollkommen unterschiedlich, also jeweils in ihrem Sinne. Doch zurück in die Arena der Debatten: Eine den Fanblöcken vergleichbar polarisierte Meinungsstruktur muss nicht notwendigerweise destruktive Ergebnisse produzieren. Gerade haben Sozialwissenschaftler um Misha Teplitskiy und James Evans von der University of Chicago im Fachjournal Nature Human Behaviour eine Studie publiziert, die zeigt: Die Qualität von Wikipedia-Artikeln zu kontroversen Themen fällt höher aus, wenn die Meinungen des Autorenteams polarisiert sind. Übertragen auf das Fußballstadion, hieße das: Ein Spielbericht wäre präziser, wenn die beiden Fanlager diesen gemeinsam formulieren müssten.

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