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Massensterben:Wie aus einem Kohlekraftwerk

Grasby und sein Team identifizierten in den Proben sogenannte Cenosphären, die entstehen, wenn Kohle unter bestimmten Bedingungen verbrennt. Auch in der Flugasche von Kohlekraftwerken sind diese Hohlkügelchen enthalten. Da sie Giftstoffe enthalten, werden sie zur Luftreinhaltung herausgefiltert.

Cenosphäre

Eine Cenosphäre aus dem späten Perm, die aus einer Probe vom Buchanan Lake stammt (links), und im Vergleich dazu eine aus einem modernen Kraftwerk  (rechts).

(Foto: Hamed Sanei, NRCan/University of Calgary)

Die Forscher vermuten, dass die kanadischen Cenosphären in der Flugasche enthalten waren, die aufstieg, als die Kohlelager in der heute als Sibirischer Trapp bezeichneten Basaltregion brannten. Wo die Asche ins Wasser gelangte, verwandelte sie dieses in eine tödliche Giftbrühe.

Nun müssten Cenosphären in entsprechend altem Gestein weltweit entdeckt werden, um die Vermutung der Kanadier zu untermauern.

Sollte die Flugasche tatsächlich eine der Hauptursachen des Massensterbens sein, stellt sich natürlich eine wichtige Frage: Wieso haben einige Gruppen von Organismen, etwa Korallen, erheblich stärker gelitten als andere, wie etwa Seeanemonen, so der US-Paläobiologie Andrew Knoll von der Harvard University, Cambridge, Massachusetts dem Wissenschaftsmagazin New Scientist.