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Weltraummission:US-Astronauten im Golf von Mexiko gelandet

US-Astronauten nach historischer Mission zur ISS wieder auf Erde

Es war die erste Wasserlandung einer US-Raummission seit 45 Jahren.

(Foto: Cory Huston/NASA/AP/dpa)

Neun Jahre lang waren die USA für Reisen zur Internationalen Raumstation ISS auf Russland angewiesen - jetzt ist zum ersten Mal wieder eine Mission aus eigener Kraft abgeschlossen worden.

Zwei Monate nach dem ersten bemannten Start des von der Privatfirma SpaceX entwickelten Raumschiffs Crew Dragon zur ISS sind zwei US-Astronauten wieder zurück auf der Erde. Robert Behnken und Douglas Hurley landeten am Sonntagnachmittag (Ortszeit) mit der Kapsel Endeavour im Golf von Mexiko vor der Küste des US-Bundesstaates Florida, wie Live-Aufnahmen der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigten.

Behnken und Hurley waren Ende Mai vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida aus gestartet. Es war nach fast neunjähriger Pause das erste Mal, dass Astronauten von den USA aus zur ISS flogen, und das erste Mal, dass sie von einem privaten Raumfahrtunternehmen befördert wurden. SpaceX hatte zuvor nur Fracht zur ISS transportiert.

Zuletzt waren im Sommer 2011 Astronauten mit der Raumfähre Atlantis zur ISS geflogen. Danach mottete die Nasa ihre Spaceshuttle-Flotte aus Kostengründen ein und war seither für Flüge zur ISS auf Russland angewiesen. Das war mit rund 80 Millionen Euro pro Flug in einer russischen Sojus-Kapsel nicht nur teuer, sondern kratzte auch mächtig am amerikanischen Selbstverständnis als Weltraumnation. Präsident Donald Trump gratulierte den beiden Astronauten nach der geglückten Mission: "Es ist großartig, dass Nasa-Astronauten nach einer sehr erfolgreichen zweimonatigen Mission zur Erde zurückkehren. Danke an alle!"

Eigentlich waren eigene Flüge aus den USA zur ISS von der Nasa schon für 2017 angekündigt gewesen - wegen technischer Probleme, Finanzierungsschwierigkeiten und Umstrukturierungen nach der Wahl von Trump zum US-Präsidenten wurde das Projekt aber immer weiter aufgeschoben. Vor der Rückkehr der Astronauten am Sonntag hatte der Wirbelsturm Isaias der Nasa Sorgen bereitet, doch das Unwetter zog lediglich an der östlichen Küste Floridas entlang - Hunderte Kilometer entfernt von der Küste vor Pensacola, dem anvisierten Landeort. Dort herrschten zur Landezeit dann tatsächlich ideale Bedingungen.

Unterdessen teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mit, dass Ende kommenden Jahres wieder zwei Touristen zur ISS fliegen sollen. Derartige Reisen zur ISS gibt es seit 2001. Der erste von bisher sieben Weltraumtouristen war der US-Multimillionär Dennis Tito.

© SZ.de/dpa/olkl
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