bedeckt München 13°

Hintergrund:Wege in den meditativen Zustand und Formen der Meditation

Ein kurzer Überblick über die verschiedenen Techniken der Meditation.

WEGE IN DEN MEDITATIVEN ZUSTANDIm Hinduismus und Buddhismus ist vor allem die stille Meditation verbreitet, ihre Anhänger üben im Lotus-Sitz. Einige traditionelle Schulen erklären, dass die Energie in dieser Haltung gut an der Wirbelsäule entlang aufsteigen könne.

Andere vermeiden das Verharren im Lotus- Sitz und bringen sich mit aktiven Formen der Meditation in den gewünschten Zustand: Im Yoga unterstützen Übungen und Fasten das Meditieren, Zen-Buddhisten finden beim Blumenbinden, Bogenschießen oder bei der Kalligrafie zu sich selbst, und christliche Pilger meditieren sich beim Gehen in eine andere Welt.

FORMEN DER MEDITATIONWer seine Aufmerksamkeit auf ein Objekt richtet und zum Beispiel eine Kerzenflamme betrachtet oder sich eine Buddha-Gestalt vorstellt, praktiziert die konzentrative Meditation. Dabei reduziert der Meditierende seine Gedanken und blendet äußere Reize aus, um ein "reines Bewusstsein" zu bekommen.

Therapeuten setzen dagegen meist die Achtsamkeitsmeditation ein. Die Patienten nehmen weiterhin Eindrücke von außen wahr, und zwar ganz bewusst. Wer Auto fährt, soll nur Auto fahren und nicht ans Einkaufen denken. Dabei beobachtet er distanziert die eigenen Gedanken.

© SZ WISSEN 13/2007

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite