Google-Doodle-Wissen John Venn und die berüchtigte Cricket-Maschine

Ein Musiker im All? Klar, das kann nur der singende Astronaut Chris Hadfield sein.

(Foto: Screenshot Google)

Dank John Venn lassen sich komplizierte Mengenverhältnisse heute anschaulich darstellen. Die "Venn-Diagramme" waren nicht die einzige brillante Idee des britischen Mathematikers: Eine seiner Erfindungen besiegte ein Cricket-Nationalteam.

Von Tobias Dorfer

Immer wieder zeigt Google auf der Startseite bunte Bilder oder Animationen - und erinnert damit an besondere Menschen oder Ereignisse. Wir sagen Ihnen, was Sie zum Google-Doodle unbedingt wissen müssen. Heute: 180. Geburtstag des 1923 gestorbenen Mathematikers John Venn.

Das ist zu sehen:

Was ist die Schnittmenge zwischen einem Säugetier und Kälte? Ein Eisbär. Welches Meereslebewesen hat ein Gehäuse oder eine Schale? Antwort: eine Schildkröte. Die Schaubilder des britischen Mathematikers John Venn erlauben es, Beziehungen zwischen Mengen grafisch darzustellen. Im Jahr 1880 stellte Venn die Diagramme, die er selbst "eulerische Kreise" nannte, in einem philosophischen Wissenschaftsmagazin der Öffentlichkeit vor. Solche Darstellungen existierten wohl bereits früher, Venn systematisierte die Ideen jedoch und machte sie so populär. Daher tragen sie heute den Namen "Venn-Diagramme".

Im Google Doodle kann jeder verschiedene Mengen in eine Relation bringen, nicht nur Mathematiker. Und das führt in manchen Fällen zu ziemlich lustigen Ergebnissen: Kombiniert man "Musiker und Musikinstrumente" mit "Im All", zeigt das Doodle den singenden Astronauten Chris Hadfield.

Dinge, die Sie wissen müssen:

  • John Venn war ein brillanter Mathematiker - aber er hatte auch ein großes Talent dafür, Maschinen zu bauen. So konstruierte er einen extrem leistungsfähigen Cricket-Wurf-Apparat. Als das australische Cricket-Nationalteam 1909 Cambridge besuchte, besiegte die Maschine einen der Topstars vier Mal.
  • Seiner Universität Cambridge war John Venn sehr verbunden. Der Mathematiker setzte ein Nachschlagewerk auf, das alle ehemaligen Studenten, Dozenten und Amtsträger der Uni bis zum Jahr 1900 erfassen sollte. Die Veröffentlichung der ersten beiden Bände erlebte Venn noch. Nach seinem Tod führte sein Sohn die Arbeit fort. Zehn Bände wurden bis 1954 veröffentlicht.
  • Mit den Venn-Diagrammen kann man viel Spaß haben. Was die gemeinsame Menge zwischen Schoko-Osterhasen und der Reality-Serie "The Real Housewifes" sei, fragte der US-Latenight-Talker Seth Meyers. Die Antwort: Beides sind Dinge, die innen leer sind.

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Mit diesem Satz können Sie beim Mittagessen punkten:

"Grafisch müssen in einem Venn-Diagramm alle Demokratien im Kreis mit der Mengeneigenschaft 'Demokratie' platziert werden, alle anderen Staaten außerhalb dieses Kreises." aus: Carsten Q. Schneider, Claudius Wagemann: "Qualitative Comparative Analysis (QCA) und Fuzzy Sets". Verlag Barbara Budrich, 2007, S. 35.

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