Evolution:Kurzer Daumen

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(Foto: Jens Meyer/AP)

Die Hände von Mensch und Schimpanse haben unterschiedliche Proportionen. Die des Menschen sind urtümlicher.

Von Tina Baier

Kein Lebewesen ist dem Menschen so ähnlich wie der Schimpanse. Der Vergleich des Erbguts ließ vermuten, dass der gemeinsame Vorfahr beider Arten mehr dem Schimpansen glich als dem Menschen. Dazu passt die Theorie, wonach die Proportionen der menschlichen Hand, deren Daumen im Verhältnis zu den Fingern länger ist als bei den Schimpansen, entstanden sind, als Menschen anfingen, Werkzeuge aus Stein zu benutzen. Anthropologen stellen diese Annahmen in der Fachzeitschrift Nature Communications nun infrage. Ihre Ergebnisse könnten ein neues Licht auf die Evolution des Menschen werfen. Die Forscher verglichen die Hände verschiedener Affenarten mit denen des modernen Menschen und anhand von Fossilien auch mit denen früher Menschen. Demnach habe sich die Hand der Schimpansen im Lauf der Evolution stark verändert. Die des Menschen sehe dagegen ähnlich aus wie die des letzten gemeinsamen Vorfahren.

© SZ vom 15.07.2015
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