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10 Dinge über...:Krankheiten

Was haben Bruchstücke der Berliner Mauer in Medikamenten zu suchen und warum haben Yoga-Anhänger so oft Infektionen? Zehn Fakten über körperliche Leiden.

Sebastian Herrmann

10 Bilder

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Quelle: SZ

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Menschen halten Eigenschaften unbelebter Dinge für ansteckend. Erklärten Psychologen, der Deckel einer Ketchup-Flasche sei beschädigt, griffen Probanden zu einer Flasche in einem Regal, in dem die Produkte weit voneinander entfernt standen. Hieß es, eine Flasche enthalte einen Gutschein, bevorzugten die Testpersonen Ketchup aus einem eng zugestellten Fach.

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(SZ vom 16.10.2009/jug)

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Manche Rezepturen der Homöopathie sind bizarr: So versuchen einige Homöopathen, Blockaden mit einem Mittel zu lösen, das auf Bruchstücken der Berliner Mauer basiert. Das Zeug wird als Murus berlinensis vertrieben.

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Laut Wissenschaftlern der Universität Michigan fängt sich ein durchschnittlicher Erwachsener zwei bis vier Erkältungen pro Jahr ein. Bei Kindern läuft die Nase sogar sechs bis zehn mal jährlich.

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Yoga ist unter gesundheitsbewussten Menschen beliebt. Doch amerikanische Ärzte haben festgestellt, dass mit wachsender Zahl an Yoga-Fans auch die Zahl von Hautinfektionen bei Menschen zunimmt, die diese Technik ausüben. Die Ursache könnten Keime auf Yoga-Matten sein.

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Morbus Ledderhose ist eine Erkrankung des Bindegewebes, bei der sich an den Sehnen der Fußinnenflächen Knoten bilden. Die Krankheit ist nicht nach einem bayerischen Trachtenvereinsvorsitzenden mit Rechtschreibschwäche benannt, sondern nach dem deutschen Arzt Georg Ledderhose.

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Der angehende Arzt Daniel Alcides Carrión wollte beweisen, dass zwischen einer Form von Hautausschlägen und dem Oroya-Fieber, an dem zwischen 1870 und 1890 in Peru zahlreiche Menschen starben, ein Zusammenhang bestand. 1885 ließ er sich das Blut einer Frau injizieren, die an den seltsamen Warzen litt. Carrión behielt recht, es bestand ein Zusammenhang, er starb an den Folgen seines Versuchs.

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George Washington litt wohl an einer Kehlkopfentzündung oder einer Infektion mit Streptokokken, als er 1799 starb. Die Todesursache des ersten Präsidenten der USA war aber wahrscheinlich massiver Blutverlust. Seine Ärzte hatten ihm etwa 1,5 Liter Blut abgezapft. Patienten Gefäße zu öffnen, galt mehr als 2000 Jahre lang als Therapie der Wahl. Erst im 19. Jahrhundert erkannten Ärzte, dass sie damit vor allem schadeten.

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Kunst kann krank machen, behauptet Graziella Magherini. Die italienische Psychologin beobachtete bei etwa 100 Kulturreisenden in Florenz, wie diese angesichts großer Kunstwerke Herzrasen, Schwindel oder Magenschmerzen erlitten. Diesen Umstand beschrieb sie publikumswirksam als "Stendhal-Syndrom".

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Der französische Arzt René Théophile Hyacinthe Laënnec erfand das Stethoskop. Außerdem vertrat er einige Ansichten, die heute bizarr klingen. So sei die Tuberkulose ein angeborenes Leiden, das zwar unheilbar sei, dafür aber nicht ansteckend. Laënnec starb 1826 mit 46 Jahren - an der sehr wohl ansteckenden Schwindsucht.

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Die Trimethylaminurie ist eine Stoffwechselkrankheit. Betroffene können Trimethylamin nicht abbauen. Sie scheiden die Substanz deshalb in großen Mengen über Schweiß, Atem und Urin aus. Dabei entsteht ein intensiver Geruch nach nicht mehr ganz frischem Fisch.

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